Bury My Heart At Wounded Knee (1973) - ein Review von Philomena

Gila: Bury My Heart At Wounded Knee - Cover
1
Review
1
Rating
9.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rock Krautrock


12.04.2015 20:42

Eine wunderschöne Platte, die sich 1973 allerdings einem wenig schönen Thema annahm: Der Ausrottung der Indianer auf Basis des gleichnamigen empfehlenswerten Buches von Dee Brown.
Conny Veit kam aus dem Popol Vuh-Umfeld, weshalb Popol Vuh-Kopf Florian Fricke und der damalige Amon Düül II-Schlagzeuger Daniel Fischelscher ihn hier gleich unterstützten. Dazu kam die damalige Freundin von Conny Veit, Sabine Merbach.
Die Songs sind sehr ambitionierte musikalische Interpretationen des oben genannten Buches. Beinhalten schöne Melodien, das unverkennbare Popol Vuh-Charisma und die Aufbruchsstimmung des Deutschrocks der damaligen Zeit. Anspieltipps: "This morning", "In a sacred manner" und "The Buffo are coming".
Gila war danach Geschichte, Veit, Fricke und Fischelscher setzten ihre produktive Zusammenarbeit bei Popol Vuh mit einigen Meisterwerken fort. Merbach gab sich leider der Trunksucht bis zum Leberversagen hin. "Bury..." bleibt ein kleiner Juwel der Deutschrock-Geschichte, der auch heute noch strahlt...

Punkte: 9 / 10


Login
×