Kismet Acoustic EP (2008) - ein Review von iheardeadpeople

Jesca Hoop: Kismet Acoustic EP - Cover
1
Review
1
Rating
9.50
∅-Bewertung
Typ: Single/EP
Genre(s): Rock Folk Rock, Indie Rock


iheardeadpeople Avatar
01.06.2012 17:06

Auf Empfehlung einer reizenden, katzenartigen Moderatorin & Mitsammlerin dieser charmanten Plattform, gönnte ich mir vor ziemlich genau 2 Jahren erste Horchproben dieser singenden, klingenden und Klampfe spielenden Bardin aus dem Norden Kaliforniens...
Und dafür könnte ich ihr noch heute 4 Kilogramm Konfetti ins Gesicht werfen... :)
Denn mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war das einer der genialsten Musiktipps, den ich je bekommen habe - auch weil mir die Künstlerin bis dato völlig unbekannt war... Asche auf mein Haupt!

Auf Anhieb berauscht, wurden die ersten Jesca Hoop-Silberscheiben kurzerhand erworben & bis heute, zahlreiche Quartale später, gefühlte 923x in die Höröffnung delegiert...
Zuletzt?! Heute! Und von Langeweile, Banalität oder Abgenutzheit ist weit und breit keine Spur...
Wie vor Jahr und Tag bin ich nach wie vor entzückt, gefangen und mitgerissen...
Ihre Darbietung ist angenehm unaufgeregt, hat jede Menge Ohrwurmqualität und erinnert phasenweise an eine harfenlose Joanna Newsom... Ihre Texte – allesamt selbst geschrieben und komponiert –
sind intelligent, raffiniert und tiefgründig...

Als Spross einer Mormonenfamilie aufgewachsen, arbeitete Jesca Hoop übrigens mehrere Jahre als Nanny bei Tom Waits und dessen Frau und Co-Komponistin Kathleen Brennan...
Er war es auch, der sie dem Vernehmen nach wie folgt krönte und in den Himmel hievte:
"Jesca Hoop's music is like a four-sided coin. She is an old soul, like a black pearl, a good witch or a red moon. Her music is like going swimming in a lake at night."

Meiner bescheidenen Meinung nach, verdienen vor allem ihre akustischen Songs besondere Erwähnung...
Deren 5 finden wir auf der hier rezensierten EP - 22 Minuten voll wohlklingender Arrangements!
Ausgeschmückt mit einer vielschichtigen, harmonischen & irgendwie ungewöhnlich klaren Gesangsstimme,
die mit einer ihr eigenen Note über alle Maßen bezirzt...
Atmosphärisch, ja nahezu engelsgleich singt sie sich durch das sagenhaft faszinierende "Murder Of Birds", "Intelligentactile 101" oder "Love & Love Again", tänzelt lässig durch die klangliche Szenerie von
"Out The Back Door" und umgarnt dabei spielend leicht des Hörers Lauschlappen...

Mein Fazit:
Ein traumhaft schönes Werk & ein präzise ins Schwarze treffender Tom Waits!

Danke für's Zulesen!

Punkte: 9.5 / 10


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