My Dimension (2010) - ein Review von Schlaf

Fateless Grace: My Dimension - Cover
1
Review
1
Rating
0.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Hardrock, Black Metal, Doom Metal, Progressive Metal


04.09.2012 09:19

--> http://www.schwermetall.ch/cdkritiken/kritik3650.php

Süss, wie Julian aka Horrigan sich mit seinem Handy möglichst lässig selbst ablichtete, das Ergebnis mehr schlecht als recht mit Photoshop bearbeitete und es jetzt als Profilbild bei MySpace benutzt. Aber was solls, es geht ja um die Musik. Die ist bei seinem Soloprojekt Fateless Grace unter dem Namen "My Dimension" zusammengefasst.

"Empty Shell" ödet mich ungemein an. In "Nemesis" holt Herr Horrigan wenigstens ein ordentliches Drumset raus. Es klingt zwar nach Steckdose, aber was solls. "Everfrost" ist ein sehr basslastiges Stück im Doom Rock Stil. "Half Kidding" ist ein unpassend platziertes Instrumentalstück mit Samples aus Animes oder Filmen. Horrigan ist nicht der erste Musiker der Welt der einen Titel "Ride On" nennt, aber der erste der diese Phrase im Refrain so schäbig ins Mikrofon gröhlt dass man sich eher an "Raider" (heute Twix) erinnert fühlt. Trotzdem eines der besseren Stücke hier. "Into The Black" schliesst vom Stil an den Vorgänger an.
"Satan's Realm" beginnt mit etwas künstlicher Perkussion, bei der ich an die kultige Musik aus Age Of Empires 1 denken muss. Dann setzt eine Art androgyne Gesangsstimme ein, auf die irgendwann auch Meister Horrigan folgt und seine Phrasen pseudo-böse ins Mikro nuschelt und keift. Der plötzliche Sprung vom sanften Gesäusel ins wilde Abrocken geht in die Hose und versetzt mich in gewaltige Fremdscham.

In Track 8 soll man angeblich das von einem Gastmusiker eingespielte Schlagzeug hören. Sollte das so sein, dann spielt der echte Drummer schlechter als die Dosendrums und klingt vom Sound her auch beschissener. Abseits der Schlagwerk-Ebene passiert hier überhaupt nichts erwähnenswertes.
Es folgt "House Ov Death". Einmal gehört, direkt zu den Akten gelegt. Das Intro zu "Above The Streets..." macht es auch nicht besser, klingt es doch sehr nach irgendeinem Schlagerhit. Was es jemandem bringen soll, der kein Otaku ist, Samples aus Animes oder Hentais in das langweilige Elektrogedudel einzuspielen, entbehrt sich jeder Erkenntnis.

Fazit: Das ganze Teil lege ich zu den Akten! Ich bin zuversichtlich, dass ich es mir niemals wieder anhören werde. Man kann Horrigan zwar musikalisches Wissen und Können bescheinigen, aber das ist noch kein Garant für das Schaffen astreiner, spannender, abwechslungsreicher, bedeutungsschwangerer Musik. Unglaublich langweilige Anfängerscheibe. Ein Punkt für "Ride On".

Punkte: 0.5 / 10


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