Bold As Brass (1982) - ein Review von Maszek

Bodine: Bold As Brass - Cover
1
Review
3
Ratings
9.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Hardrock, Heavy Metal


12.08.2011 12:09

‘Bold as Brass’ wurde innerhalb 10 (zehn!) Tagen aufgenommen zwischen 2. und 12. April 1982. Zwischendurch hatte Bodine noch einen Auftritt in Brugge, Belgien. Auf diese Scheibe verließ die Band Ihre Blues-rock Wurzel vom ersten Album und bewog Bodine sich in der Richtung von dynamischer und tobender Hardrock. Auch textuell gab es einige Änderungen: keine Song von Liebe und Kummer aber mehr mythische Themen. Die Verfügung über zwei Gitarristen gab Bodine Möglichkeiten sich so zu Entwickeln. Die zwei pressten öfters kurze, bissige Solo's zwischen den Zeilen, womit sie sich unterschieden von den meisten Bands derzeit. Möglicherweise klingt die Musik von Bodine deswegen noch immer Zeitlos.

Die erste nummer Rock Machine macht deutlich in welcher Richtung es geht. Diese Komposition wurde in Kurzer Zeit eine Metall Hymne für die Niederländischen Fans. Gerard Haitsma's prallende Bassdrums konnten jedes Publikum in kurzer Zeit anstecken. Damals war es eine der schnellsten Songs in Niedermetal und es hat uns den Ausdruck 'Rock Machine keeps on rolling' nachgelassen.
Heavy Rain ist einer der wenigen Bodine Nummer mit Klangeffekte: Es öffnet mit Gewitter und Regen. Axel ist hier in Superform. Diese up-tempo Nummer hat Hardrockers mit noch einen Ausdruck erreicht: "Johnny Walker, my best friend". Speaking about the blues... Diese Nummer enthält ein tolles Gitarrenduell.
Aragorn war inspiriert worden von J.R.R. Tolkien's 'Lord Of The Rings'. Bassist Armand van der Hoff lasst sich gut hören auf diese Nummer. Es gibt verschieden Breaks, ohne dass das man das Tempo verliert.
Heavy Metal Heart ist eine echte blues stomp. Hört vor allem zu auf das Zusammenspiel zwischen Axels Gesang und die heulende Gitarre gegen dem Ende des Liedes.
Die erste Komposition auf der B-Seite ist Wild Fire Queen, das geöffnet wird vom legendären DJ Alfred Lagarde. Mit einer grausigen Stimme redet er von einer Hexe die an einen Pfahl verbrennt wird. Der song baut sich langsam auf in einer apokalyptischen Höhepunkt, worin die Hexe zurück kehrt und sich rächt auf ihre Henker. Auch hier wieder tolle Gitarrenduells.
Pumpin' Iron ist eine Komposition über das Leben einen Schwergewicht Rockers: whiskey, music & women. Es hat einen Beat der klingt als ein gebremsten Twist. Gerard Haitsma's raffinierte Drumtechnik macht diese Nummer eine Freude an zu hören. Was er macht während Axel das Refrain singt ('Life gets really tough!' und "My god! That s all!') ist genial.
Breaking Out war geschrieben durch den vorigen Sänger Jay van Feggelen, der es selber nie auf Scheibe gesungen hat. Es lässt sich am besten beschreiben als einen ungeschliffenen Diamant. Es fehlt die Abarbeitung im Studio, wodurch es tönt wie ein Demo. Eine gute Komposition, aber man hätte mehr daraus machen können.
Die platte schließt ab mit Regular Rocker, woran Jay van Feggelen auch als Komponist hat beigetragen. Erst in 1996 wurde klar, wie es geklungen hätte mit seiner Stimme, als eine Demo-version veröffentlicht wurde auf eine Wiederausgabe auf CD von Pseudonym Records. Die Version von Regular Rocker auf Bold As Brass ist aber gesungen worden von Axel. Es wurde auch ausgegeben als Single, wovon manche Exemplare ein Studiofoto enthielten. Mit ein scharfen Gitarrenduell ist es einen guten Abschluss dieses Albums.

Punkte: 10 / 10


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