Warriors Of The Dead (1985) - ein Review von Lord

Cobra: Warriors Of The Dead - Cover
1
Review
2
Ratings
8.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal


Lord Avatar
22.05.2011 22:28

COBRA ist eine der unbekannteren englischen Metal-Bands, die zur 2. Welle des NWoBHM gehören. Die Musik ist somit vergleichbar mit Bands aus den Staaten zu jener Zeit, die den kraftvollen US (Power) Metal zocken, weniger dieses rauhe galoppierende Gebolze der ersten Welle der England-Truppen.

1984 gegründet erschien das vorliegende Album 1985 auf dem damals viele unbekannte Bands signenden Label "Ebony"; "Warriors of the dead" ist eine gute, kraftvolle Platte - etwas hölzern produziert, vorallem die Snare des Drummers. Dafür ist das Songwriting über weite Strecken gelungen und auch der Sänger (oft die Schwachstelle bei englischen Bands) ist angenehm anzuhören.

Eröffnet wird saustark mit dem Titeltrack "Warriors of the dead" - ein lupenreiner Melodic Metal-Knaller mit power, der nötigen Melancholie und Zug nach vorne.
Auch "Cobra", mit einem damals typischen, simplen, jedoch geilen Power-Riff, überzeugt.
"Dying man's song" ist ein typischer Grower, da leicht unbspektakulär; ich weiss noch, dass ich den Song früher langweilig fand, dabei baut er sich super auf.
"On my knees" ist etwas 08/15, klingt wie x andere Metal-Tracks. Klingt fast schon amerikanisch.
"Wildest dreams" ist HEAVY METAL - geil gesungen, eine Power-Granate!! Zwar nicht unheimlich schnell, aber so richtig dreckig wie zB bei Motörhead oder Tank, nur eben anders gesungen. Geil.
"We rock you" und "Stand with me" (geiles Introriff-Gefidel) gehen auch knapp in Ordnung und zum Abschluss gibt es nochmals eine Granate an die Birne geworfen; "China syndrome" ist ein kraftvoller Headbanger, wie er zu jener Zeit leider viel zu selten gespielt wurde... Geil!!

Besonders hevor zu heben ist das Gitarrengespann Hughes/Beck; die Burschen liefern sich eine Solo/Riff-Attacke nach der anderen und setzen damit Akzente und reissen die Songs oft aus der Durchschnittlichkeit! Brillant was die Jungs zocken.

Wer also auf teilweise etwas schnelleren Heavy Metal wie Riot, Tank, Tokyo Blade oder diverse US Metal-Bands steht, kann sich ab "Warriors of the dead" freuen - von mir gibt es 8 Punkte! Wobei "Warriors of the dead", "China syndrome" und "Wildest dreams" eher der Note 10 zuzuschreiben sind und somit die Highlights der Platte ausmachen - leider ist beim Rest viel durchschnittliches und oft gehörtes dabei.

Punkte: 8 / 10


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