No Beast So Fierce... (2009) - ein Review von gravedancer

Warhammer: No Beast So Fierce... - Cover
1
Review
7
Ratings
9.36
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal, Black Metal


gravedancer Avatar
05.05.2012 14:23

Am 31.03.2012 hatte ich das Glück bei einem kleinem lokalen Festival dabei zu sein und diverse Untergrundkapellen kennenzulernen. Eine davon war Warhammer Wie der Name schon vermuten ließ spielten die Herren Thrash/Death der ganz alten Schule im Stile alter Celtic Frost/Hellhammer. Die live Performance war sehr überzeugend und so sah ich mich verpflichtet ihr aktuelles Wer direkt mitzunehmen. Nun bin ich stolzer Besitzer von "No Beast So Fierce...", welches mittlerweile auch schon wieder 3 Jahre auf dem Buckel hat und ich hatte viel Gelegenheit, mich mit dem Werk vertraut zu machen.

Nach einem kurzen Intro legt man mit Doomsday Inferno gleich richtig los. Und tatsächlich... es klingt als würden Hellhammer wieder auferstanden sein. Die Gitarren sind verdammt simpel gehalten. Selbst gedämpfte Riffs sucht man vergebens (obwohl es die bei Hellhammer auch gab), Soli sind extrem selten (beispielsweise bei "Flames of Armageddon", "From The Abscence Of The Sun", "Frozen Screams" oder "Total Maniac") und auch sehr simpel gehalten. Herr Frerich singt beinahe identisch wie Tom G. Warrior persönlich. Was mir jedoch schon direkt beim ersten Song negativ auffällt, is ein wahnsinnig uninspiriertes Schlagzeugspiel. Ich nehme an, das es sich um einen Drumcomputer handelt. Da ich schon in ältere Veröffentlichungen reingehört habe, weiß ich, dass Rolf Meyn definitiv authentischere und vor allem abwechslungsreichere Fill-ins spielen kann. Außerdem viel mir ein recht synthetischer Klang des Schlagzeugs auf. Vor allem Toms und Becken (die mit einem seltsamen Nachhall ziemlich herausstechen und bald recht nerven. Man beachte die Crash Becken Serie bei Total Maniac).

Meines Erachtens liegen die Stärken der Band vor allem in den Up-Tempo Songs. Die Groovigen Songs profitieren zwar sehr von den sehr druckvoll produzieren Gitarren, werden bei über 5 Minuten Spielzeit ("30 Silver Pieces", "The Bloodstained Shadow") aber bald etwas langatmig.

Als Anspieltips kann ich vor allem "Total Maniac" (mein Lieblingssong der Platte), den Opener und "From The Abscence Of The Sun" empfehlen.

Besonders posotiv empfinde ich die fett produzierten Gitarren (Rhythmusgitarre wurde im Übrigen vom Bassisten eingespielt). Warhammer können sowohl im groovigen, wie auch in up-tempi Gefilden punkten. Doch vor allem längere Songs werden durch magelnde Abwechslung schnell etwas langweilig. Das mir die Drums etwas schwer im Magen liegen, erwähnte ich bereits.

So kann ich mich den Höchstnoten hier leider nicht anschließen, obwohl ich nach dem ersten mal Hören sehr euphorisch gestimmt war.

Dennoch sollten alle Fans alter Celtic Frost/Hellhammer aber auch beispielsweise Obituarys bei Warhammer und somit auch bei NO BEAST SO FIERCE ordentlich bedient werden.

8.5 Punkte für ein cooles Doom/Thrash Album

Punkte: 8.5 / 10


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