A Spell For The Death Of Man (2008) - ein Review von Janeck

Woe: Spell For The Death Of Man, A - Cover
1
Review
1
Rating
8.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal, Progressive Metal


Janeck Avatar
04.09.2011 20:00

2008 überraschten WOE mit ihrem fantastischen Debüt Album “A Spell For The Death Of Man” die Black Metal Szene und erschufen ein weiteres Black Metal Meisterwerk made in USA.
Der kreative Kopf Chris Grigg übernahm gleich alle Instrumente und kreierte im Alleingang ein beeindruckendes Stück Black Metal, frisch, mutig und ansprechend.
Melodische Gitarrenriffs und hasserfülltes Geknüppel sind wunderbar ausbalanciert, der herrlich keifende Gesang von Grigg, sowie das erdige Drumming erzeugen eine wunderbare Stimmung.
WOE gehen unbeirrt ihren eigenen Weg, keine nordische Kälte sondern ein harmonisches Songwriting, Tempowechsel und Breaks zeichnen die Klasse von „A Spell For The Death Of Man“ aus.
Besonders der organische Gitarrensound ist für Black Metal Verhältnisse sehr speziell, dennoch klingt das ganze Album durchweg finster und aggressiv.
Die 7 Songs bewegen sich fast durchweg im höheren Tempo, Grigg keift sich die komplette Galle aus dem Leib und die fantastischen Melodien sorgen immer wieder für Entzückung.
Wie ihre Kollegen WOLVES IN THE THRONE ROOM erschaffen WOE mit ihrer Musik auf „A Spell For The Death Of Man“ eine knisternde und tiefe Atmosphäre, nur das WOE viel ruppiger und erdiger klingen.
Für mich klingen WOE wie das Bindeglied zwischen eher noch traditionelleren Bands wie WOLVES IN THE THRONE ROOM oder die genialen WEAKLING und dem neueren Sound den Bands wie COBALT oder auch KRALLICE zelebrieren.
Raserei und keifender Gesang gehen Hand in Hand mit Melodien und interessanten Songwriting.
Mit „A Spell For The Death Of Man“ haben WOE ein kleines Meisterwerk des amerikanischen Black Metal erschaffen.
Mit dem Nachfolger „Quietly, Undramatically“ (2010) konnte die Band meiner Meinung nach zwar nicht mehr ganz an die Leistung des Debüts anknüpfen, aber auch „Quietly, Undramatically“ ist ein Musterbeispiel für die aktuelle hochinteressante amerikanische Black Metal Szene.
Hinterwäldler Black Metal Rednecks könnten aber mit dem eher musikalischeren Stil Probleme bekommen.
Klar ist jedoch, dass WOE mit ihrem Debüt eines der fesselndsten Black Metal Werke der letzten Jahre erschaffen haben und nebenbei nicht wie eine der vielen austauschbaren und seelenlosen skandinavischen Bands klingen!

Punkte: 8 / 10


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