Terror Divine (2009) - ein Review von Ulai

Trapjaw: Terror Divine - Cover
1
Review
1
Rating
7.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal


Ulai Avatar
24.05.2014 18:27

Drei Jahre sind ins Land gezogen, bis das das Trio von Trapjaw einen zweiten Langspieler nachgelegt haben. Drei Jahre, die sich gelohnt haben, denn mit "Terror Divine" liegt ein wütendes, aggressives Prügelwerk vor.

Beim Einlegen in den Player gehts schon direkt heftig los. "Culture Of Plastic Souls" begrüßt mit knüppelharten Ballerparts, die zwischendurch von einem eingängigen Midtempopart unterbrochen werden, insgesamt ein sehr guter Einstieg.

Der Titeltrack "Terror Divine" führt die harten Parts des Openers weiter voran, treibt sie sogar mit einer wahren Blastbeatattacke auf einen ersten Höhepunkt der Scheibe, zumindest was die Intensität angeht. Nach 2 Minuten und 36 Sekunden ist zwar der Song vorbei, wer aber denkt, sich nun entspannen zu können... liegt goldrichtig!

Mit dem kurzen Zwischenspiel "Voices Of The Abyss" und dem anschließenden "Relativity Of The I" wird das Tempo ein wenig rausgenommen, gestaltet es sich doch eine ganze Ecke oldschooliger, an manchen Stellen schon fast doomiger. Dies macht den Song keineswegs schlechter, er passt sich perfekt in den Stimmungsbogen ein. Diese ruhigere Schiene wird auch vom darauf folgenden "No Silence Against Ignorance" aufgegriffen. Kurz nach dem Intro gibts dann ein wenig Gebolze, um dann aber wieder das Tempo zu drosseln. Anschließend mal etwas melodisches, um dann aber schon wieder das Tempo anzuziehen. Sehr abwechslunsgreich.

Ein richtiger Nackenbrecher ist die eher im Midtempo-Bereich angesidelte Nummer "Slavery Inc." mit sehr eingängiger Strophe, genau das Richtige, um gepflegt die Haare kreisen zu lassen. Einziges Manko: Das für meinen Geschmack zu experimentelle Solo, aber das ist immerhin kurz.

Mit "Awake" lassen es die Jungs dann zwar ein wenig thrashiger, aber nicht weniger heftig zur Sache gehen. Dieser Song erinnert mich streckenweise an Occult/Legion Of The Damned.

Mit "Generation BUK" geht die Reise ein wenig nordwärts in Richtung der schwedischen Hauptstadt Stockholm, der Einschlag ist kaum zu verleugnen, aber nicht dominierend. Doomig-schleppende Parts geben sich mit Uptempo-Parts die Klinke in die Hand, es geht ordentlich zur Sache. Der Abwechslung sei's gedankt, dass es trotz der epischen Länge von 8 Minunten und 29 Sekunden nicht langweilig wird.

Mit "Elysium" folgt dann eine deutliche Zäsur inform eines reinen, ruhigen Instrumentals, bevor es dann wieder mit "Newborn Eyes Newborn Hell" in die Gefilde des Death Metals zurück geht. Sehr getragen, aber mit einer ordentlichen Portion Death und einem Schuss Black schaukelt sich der Song dahin, meines Erachtens nach der schwächste Song des Albums.

Mit "CIA (Clowns In Agression)" wird dann endlich das Tempo wieder angezogen und es gibt ordentlich auf die Fresse! Insgesamt ruhiger als noch zu Beginn des Albums erzeugt das Trio aber eine angenehme Portion Ambiente. "Monothony" ist dann der Abschluss des Albums und hält was der Titel verspricht - und auch wiederrum nicht: Es geht insgesamt ruhig zur Sache, niedriges Tempo, wenig Geknüppel, aber nicht langweilig, für meinen Geschmack aber etwas zu lang. Nichts desto trotz ein würdiger Abschluss.

"Monothony" ist dann der Abschluss des Albums und hält was der Titel verspricht - und auch wiederrum nicht: Es geht insgesamt ruhig zur Sache, niedriges Tempo, wenig Geknüppel, aber nicht langweilig, für meinen Geschmack aber etwas zu lang. Nichts desto trotz ein würdiger Abschluss.

Fazit: "Terror Divine" punktet durch ein ausgereiftes Songwriting und jede Menge Wut und Aggression im Bauch, sowohl musikalisch als auch textlich. Der Sound ist roh und ungeschliffen, definitiv kein Hochglanzprodukt, aber das versucht es auch zu keinem Zeitpunkt zu sein. Eine stimmige Kombination!
Ein insgesamt gutes Album, was sich musikalisch hinter Genregenossen wie Vader und Konsorten sicher nicht verstecken muss!

(geschrieben von Boern Olgardson für Undergrounded.de)
(Quelle: http://undergrounded.de/index.php/reviews/album-reviews/item/35-trapjaw-terror-divine-review)

Punkte: 7 / 10


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