Posthum .Posthum (2009) - ein Review von walzenstein

Posthum: .Posthum - Cover
1
Review
3
Ratings
8.17
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Black Metal


walzenstein Avatar
06.04.2018 08:06

Heute haben wir exklusiv für Sie einen Silberling aus Norwegen. Dieser nennt sich “.Posthum” und wurde von der Kapelle .POSTHUM eingespielt.
Das Coverartwork nimmt sich nicht ganz so imposant aus und ist, in einem schlichten schwarz/weiß, sehr simpel gehalten.

Musikalisch bietet das Trio der Hörerschaft nordischen Black Metal, wie er einst in den 90ern praktiziert wurde. Wer unbedingt etwas Innovatives in seinem Plattenschrank haben muss, kann jetzt also weiterklicken.

Die norwegische Combo hat alles zu bieten, was das schwarze Herz begehrt. Kälte, Geschwindigkeit, die nicht in chaotische Raserei ausartet, Druck, Abwechslung und Schlichtheit.

Recht groovy beginnt “Horns Awaken” mit einem Riffing, das einen in die einsamen Gegenden schneebedeckter Berge führt, um dort in der Kälte auszuharren. Gerade dieses Eintönige in dem Opener von “.Posthum” macht das Majestätische der Band aus.
Schneller geht es nun bei “Godless” zu. Wie einst DARKTHRONE (ebenfalls eine Black Metal-Kapelle aus Norwegen) prügeln sich .POSTHUM hier durch die vereisten Gletscher. Der Gesang ist passend kehlig krächzend und das Trio lockert die Atmosphäre mit schleppenden Passagen etwas auf.
“Arise” wird durch Midtempo bestimmt und wird von Doublebass und frostigen Riffs begleitet. Der Hörer unternimmt eine akustische Reise in die einsamen Regionen oberhalb des Polarkreises. Der depressive Einfluss des blau schimmernden Schnees lässt einem das Blut in den Adern gefrieren, bevor “Sacrificed” mit Violine und akustischer Gitarre, am Horizont ein Licht bringt. Das grelle Leuchten des Schnees bringt aber schnell die Verzweiflung zurück, denn das Licht am Horizont war nur eine optische Täuschung und die eisigen Gitarren und die frostige Stimme fräsen sich wieder in den Kopf. Der schneidende Wind nimmt einem jegliche Sinne und führt zu Wahnvorstellungen, die hier wundervoll von eingestreuten Leads dargestellt werden.
Nun, bereits entkräftet im Schnee liegend, dringt “The Fallen And Forgotten” in die Gehörgänge, die ein letztes Aufbäumen unmöglich machen und die Sinne lähmt. Viel zu sehr ist man von der Musik ergriffen.
Bevor man jedoch in der weißen Einsamkeit qualvoll verendet, haben .POSTHUM Erbarmen und setzen bei “Warfare” auf eine eingängige Melodie, die einen zurück in die Gesellschaft trägt.

Meine Damen und Herren, Sie sehen, hier haben wir es mit einem Schmuckstück in schlichtem schwarz/weiß zu tun. Die Musik dieser rauen Kapelle ist puristisch, recht einfach und dennoch einfach gut.

Wer nun Interesse hat, der rufe bei Folter Records oder dem Geschäftspartner an und ordert einen dieser Silberlinge. Wer Lust auf eine schnicke Gatefold-LP hat, der sollte sich beeilen, denn es sind nur 333 Stück davon auf Lager.

Dann mal auf Wiedersehen in ihren BC-Shopping-Fenster.
Ihr Martin.

Punkte: 8.5 / 10


Leonidas Kavakos: Sonate Posthum

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Tracklist:

  1. Sonate posthume for Violin and Piano (1897)
  2. Impressions d#enfance for Violin and Piano, Op. 28 (1940)
  3. 1. Moderato malinconico
  4. 2. Andante sostenuto e misterioso
  5. 3. Allegro con brio, ma non troppo mosso
  6. für Violine und Klavier