Hell Train Rollin (2009) - ein Review von cockneyboy66

The Meteors: Hell Train Rollin - Cover
1
Review
7
Ratings
9.14
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Punk Psychobilly


09.01.2012 00:21

Die unangefochtenen Könige des Psychobilly`s sind zurück mit einem Höllen-Album im Gepäck. Wer denkt, dass nach fast 28-jähriger Karriere die Luft allmählich raus sein dürfte, der irrt. Aber gewaltig! In Anbetracht der letzten Alben war ich zu Anfang ein wenig skeptisch bei der neuen Platte. Bei den letzten Alben war mir der Sound einfach ein wenig zu vorhersehbar und glatt gebügelt ohne wirklich Neues zu bieten. Aber, das ist Schnee von gestern! Die Meteors scheinen gleich beim Opener „Never Stop The Hate Train“ in einem schön stampfenden Rhythmus im mittleren Tempo zur Höchstform auf zulaufen. Der Titel ist Programm und zieht sich durch das gesamte Album, einschließlich dem Hiddentrack. Die Meteors wirken düster , rotzig und abwechslungsreich wie selten zuvor. Im Gegensatz zu vielen ihrer Genrekollegen setzt man auf dem neuen Album auf einem ziemlich ruppigen und aggressiven Sound der all ihren Nachahmern zeigt wo der Hammer hängt. Die Songs sind stellenweise hier und da mal etwas vertrackt und entfalten gerade dadurch ihren ganz besonderen Reiz. Besonders bei dem Stück „(They Call Me) Creepy“, das mir seit Tagen nicht mehr aus dem Ohr will. Die ganze Platte lief hier einige Tage rauf und runter und bietet mehrerer Songs der Sorte, die sich unwillkürlich in die Gehörgänge festsetzen. Textlich gibt es nicht viel Neues,was meiner Meinung auch gar nicht so wichtig ist bei Psychobilly. Wer achtet schon auf die Texte wenn jemand wie P.Paul Fenech so gekonnt in die Gitarrensaiten haut, um den Soundtrack für einen Abend in der Unterwelt zu zelebrieren. Man bewegt sich wie es sich gehört weiterhin in düsteren Gefilden von Horrorfilmen und Friedhöfen und bleibt natürlich auch dem ansonsten für die Meteors typischen, druckvollen Mix aus Garage, Surfsound, Punk und Rockabilly Elementen treu. Vereinzelt hängt mal ein feiner Schleier Country mit drin. Prinzipiell nichts Neues, aber dennoch scheint der Sound ein ordentliches Facelifting bekommen zu haben. Die Platte wirkt von Anfang bis Ende absolut frisch mit dem dennoch total vertrauten Meteorssound.

Punkte: 10 / 10


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