Twenty (1997) - ein Review von Akhanarit

Lynyrd Skynyrd: Twenty - Cover
1
Review
5
Ratings
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rock Southern Rock


Akhanarit Avatar
28.05.2013 02:31

Die Geschichte von LYNYRD SKYNYRD war schon immer gepflastert von Tragödien und Todesfällen unter den Bandmitgliedern. 1977 folgte der wohl bedeutendste Fall in der Geschichte des Soutern Rock überhaupt. Ronnie Van Zant, Steve und dessen Schwester Cassie Gaines sowie Bandmanager Dean Kilpatrick kamen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. Das Aus für die Soutern Rock-Legende war fast greifbar (und tätsächlich löste sich die Band für ganze zehn Jahre auf), doch pünktlich zum 10. Jahrestag des Absturzes formierten sich LYNYRD SKYNYRD neu. Am Mikrophon steht seitdem Ronnies kleiner Bruder Johnny Van Zant. Warum ich die alte Kamelle wieder ausgrabe? Weil mit "Twenty" ein Album erschien, welches (unter anderen Alben) das Vermächtnis von Ronnie Van Zant lebendig halten sollte. Und das ist wahrlich gelungen!

Musikalisch hat sich kaum etwas verändert. Dafür sind LYNYRD SKYNYRD nach wie vor ein Garant für griffes Songwriting und Perlen der Musikhistorie, die ihresgleichen suchen. Schon mit dem Opener 'We Ain't Much Different' haut man einen der Besten Tracks unters Volk, den diese Formation jemals geschrieben hat. Bodenständige Lyrics ziehen sich zudem durch das gesamte Album. 'Voodoo Lake' ist ganz schön düster für eine Truppe mit dieser musikalischer Ausrichtung geraten, funktioniert aber prima zwischen Gute-Laune-Rockern wie 'Home Is Where The Heart Is', 'Berneice' oder auch 'Talked Myself Right Into It'. Emotional wird es dann vor allem mit 'Blame It On A Sad Song', der eine richtig schöne Ballade fernab von jedem Kitsch geworden ist. Auch nach Jahren ertappe ich mich zudem immer wieder mal dabei, 'None Of Us Are Free' oder den markanten Opener vor mich hinzusummen. Jeder Song hier hat seine Berechtigung und Johnny vertritt seinen grossen Bruder mit aller Würde, die man sich als Musikfan nur wünschen kann. 'How Soon We Forget'? Na hoffentlich nicht, sich "Twenty" ins heimische CD-Regal zu stellen. Pflichtkauf!

Punkte: 9 / 10


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