Slipknot (1999) - ein Review von Monolith

Slipknot: Slipknot - Cover
1
Review
47
Ratings
7.69
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Nu Metal


Monolith Avatar
28.06.2013 23:28

Wie damals zwischen den Beatles und den Rolling Stones kann man wohl auch heute Linkin Park und Slipknot gegenüber stellen. Erstere sind die Lieblinge des Genres, die mit eingängigen Riffs, gutem Wechseln zwischen Rapparts und Gesang- bzw. Screampassagen verpackt in einem schönen Mantel aus Industrialelementen und Scratches eine Heerschar von Hörern erreicht und deren Herzen im Sturm erobert haben... Und dann gibt es noch Slipknot, die von Prolls über Psychopathen bis hin zu einer Affenbande bisher so ziemlich jeden Spott ertragen mussten. Auf der einen Seite ist es verständlich, dass manche sich lustig darüber machen, dass in Slipknot ganze 9 (!) Mitglieder sind, auf der Anderen Seite auch stark verwunderlich. Denn neben Sänger/Screamer, Bassist, 2 Gitarristen und Drummer gibt es noch einen DJ, knüppeln 2 Leute an den Percussions rum, und dann gibt es noch Einen, der sich um Samples kümmert. Was kann man jetzt von so einer Band erwarten?

Zugegeben, ja, der erste Hördurchgang ihres Debüts ist - nett gesagt - gewöhnungsbedürftig. Die Drums und Screams scheinen im Vordergrund zu stehen, die stark tiefergestimmten Gitarren nur schwer zu hören (Ausnahmen bilden "Liberate" "Get This" und "Eeyore") und der DJ scheint auch nur am Anfang bzw. Ende eine gewisse Rolle zu spielen. Allerdings wird dieser Eindruck auch nur beim ersten Hördurchgang bleiben, denn bereits beim 2. Durchlauf wird man sich darüber wundern, was einem in der Wut während dem 1. Durchlauf entgangen ist.

Was sich anfangs wie ein reines Schlagzeuggewitter angehört hat, scheint jetzt deutlich groovigere Züge angenommen zu haben. Schnell wird man merken, dass das nicht irgendein Geblaste ist, sondern dass jeder Schlag sitzt und perfekt platziert ist.

Zudem scheinen die eigenartig verstimmten Gitarren, wenn auch vergleichbar kaum hörbar, auf gewissen Stücken zwar nicht zu dominieren, aber einen gewichtigen Teil zur Atmosphäre beizutragen. ("Eyeless" - ja das sind wirklich Gitarren!, "Surfacing" "Liberate")

Soli scheint es nicht zu geben, stattdessen hört man ständig Scratches, die meiner Meinung nach schon von Anfang an gut geklungen haben und zwar niemals gute Soli ersetzen könnten, aber dennoch als gute Begleitung für die verstimmten Gitarren dienen. Auf "Me Inside" und "Scissors" (Highlight des Albums) sind diese stark im Vordergrund und halten somit einige Überraschungen für den Hörer bereit.

Dieses Album ist meiner Meinung nach das facettenreichste Album der Band und zählt für mich zu den experimentellsten sowie interessantesten Alben, die es gibt. Die Elemente, die hier eingebaut wurden, sind zahllos und Slipknot befanden sich eigentlich zu der Zeit auf dem richtigen Weg zu Akrobaten dieses Genres zu werden. Volle Punktzahl gibt es nicht, da das Album zwar sehr viel Inhalt bietet, aber doch nicht immer den Hörer mitreißt. Manchmal herrscht doch eine gewisse Monotonie in den Stücken, an denen Scratches und Geblaste nicht so viel ändern können.

Anspieltipps wären hier "Eyeless", "Prosthetics" und "Scissors", da diese Stücke wirklich alles beinhalten, was die Band ausmacht.

Punkte: 9 / 10


Slipknot: Slipknot

Audio CD

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Tracklist:

  1. 742617000027
  2. (Sic)
  3. Eyel Ess
  4. Wait and bleed
  5. Surfacing (Rough Mix)
  6. Spit It Out
  7. Tattered & Torn
  8. Me In Side
  9. Liberate
  10. Prosthetics
  11. No Life
  12. Diluted
  13. Only one
  14. Scissors

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