Mate. Feed. Kill. Repeat. (1996) - ein Review von Monolith

Slipknot: Mate. Feed. Kill. Repeat. - Cover
1
Review
5
Ratings
6.30
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Nu Metal


Monolith Avatar
20.06.2013 21:09

Na was haben wir hier denn Feines? Ein Demotape aus dem Jahre 1996. Und zwar nicht irgendein Demotape, es ist das mystische "Mate.Feed.Kill.Repeat" von Slipknot. Wichtig zu erwähnen ist, dass hier die Hälfte der Mitglieder ganz Andere sind, als die, die seit dem Self-Titled Debütalbum in der Band spielen. Anstelle von Corey Taylor gröhlt hier Anders Colsefini und die Gitarren werden nicht von Mick Thomson und James Roots zermürbt, sondern von den Herren Donnie Steele und Josh Brainard. Ein DJ ist soweit nicht bekannt, ebenso wenig wie einer, der sich um die Samplings kümmert, was mich wundert, da solche Elemente in manchen Liedern durchaus zu hören sind.

Auf diesem Demo waren Slipknot experimentieller, als auf jedem Anderen ihrer Alben. Zwar gibt es keinen direkten Crossover aus Metal und Scratches bzw. Samplings, Slipknot greifen hier viel tiefer in die Trickkiste: Von Jazz über Funk, bis hin zu kleinen Rapanleihen ist hier alles vorhanden. Jedes einzelne Stück auf diesem Album - tschuldigung, ich meinte Demo - ist einzigartig und bietet uns von den uns später bekannten Psychosen (Tattered & Torn) über verspielte Metal-Funkmischungen (Do Nothing/Bitchslap) bis hin zu feinem Jazz (Confessions) so ziemlich alles. Demnach ist es kaum verwunderlich, dass es ein Großteil der Lieder nicht nur auf das Debütalbum der Band (Slipknot wurde zu (sic) umgewandelt, außerdem noch "Tattered & Torn" & "Only One"), sondern auch auf das Zweite geschafft haben ("Gently & "Killers are Quiet", das heute als "Iowa" bekannt ist).

Fakt ist: Slipknot haben auf ihrem Demo ein einzigartiges experimentielles Spektakel abgeliefert und ich bin mir sicher, dass hier für jeden was dabei sein wird, auch für diejenigen, die Slipknot eigentlich nur als die größten Poser im Metal sehen.

Punkte: 9 / 10


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