Castoreum ...Und Am Ende Ist Die See (2008) - ein Review von walzenstein

Castoreum: ...Und Am Ende Ist Die See - Cover
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Review
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Rating
7.50
∅-Bew.
Typ: Single/EP
Genre(s): Metal Thrash Metal, Death Metal


walzenstein Avatar
05.04.2018 07:55

Stille…, man hört eine Brandung. Wie passend; kommt das Quartett doch von der zweitgrößten Insel Mecklenburg-Vorpommerns Usedom. Als ich die Band nur vom Hören/Sagen her kannte, dachte ich immer, dass sie sich dem Black Metal verschrieben haben. Nun, der Name CASTOREUM wäre ja passend…, falsch gedacht! CASTOREUM nennt sich ein Sekret aus der Analdrüse des Bibers und spätestens dürfte jedem, nach dem Verklingen der Brandung klar sein, mit welcher Musik wir es hier zu tun haben.

Das Wasser verstummt und eine akustische Gitarre vermischt sich mit einem melodischen Lead, bevor ein Monolog aus dem Film „Stalingrad“ zu hören ist. Und dann geht es auch schon los: Thrash-Riffs, Drums im Midtempo und eine Death Metal angehauchte Stimme. Ja, CASTOREUM vermischen modernen Thrash Metal mit einer Prise Todesmetall. Die Lyrics sind mal in der Heimatsprache und mal in Englisch und wirken grad aufgrund der deutschen Sprache manchmal recht punkig. Der nächste Track „Lost In Absurdities“ klingt dann etwas gemäßigter, ohne an Heavyness zu verlieren. Melodische Leads, Midtempo bis hin zu schleppenden Parts und ein recht variabler Gesang, der ruhig öfter so daherkommen könnte, bestimmen diesen Song. Mein Highlight dieser MCD ist dann „My Passion’s Insane“, das mich stark an SLAYER erinnert, was aber auch daran liegt, dass Drummer Torsten zu Beginn einen Araya’schen Schrei loslässt. Dieser Track beginnt recht schnell, aber beweist sich als facettenreicher Song mit einigen Tempiwechseln und leicht schwedischer Note. Mit „Metus Mortis“ kommt dann ein Nackenbrecher in Form eines echten Thrash-Hammers.

Angefügt haben CASTOREUM hier noch zwei Lieder ihres Demos aus 2007, die remastered mit besserer Produktion natürlich noch kraftvoller rüberkommen.

Das Quartett von der Insel der Kaiserbäder hat hier ein akzeptables Scheibchen abgeliefert. Verantwortlich für die saubere Produktion ist hier übrigens das Shredsound Studio Rostock, das von WEYLAND-Gitarrero Steffen letztes Jahr eröffnet wurde.
Das Cover ist passend zum Intro; düster und dennoch begeisternd schön. Die CD kommt im Jewel-Case und kann über www.myspace.com/castoreummetal geordert werden. Sechs Euronen, die sich lohnen!

Punkte: 7.5 / 10