Tulimyrsky EP (2008) - ein Review von Sandman2k

Moonsorrow: Tulimyrsky EP - Cover
1
Review
21
Ratings
9.05
∅-Bewertung
Typ: Single/EP
Genre(s): Metal Black Metal, Pagan/Viking Metal, Progressive Metal, Epic Metal


25.05.2011 14:09

Die 5 Finnen um die Sorvali-Cousins veröffentlichten mit ihrem letzten Werk eine absolut Epische EP, die im Grunde als Album gewertet werden kann, aber von der Band als simple EP angesehn werden soll. Wem die Einordnung "Pagan Metal" nicht aussagekräftig genug ist kann sich ja der Band anschliessen und das ganze "Epic Heathen Metal" nennen, trifft auch mehr als zu.

Tulimyrsky
Der mit 29:45 absolut überlange Track erzählt auf wunderbare Weise eine Geschichte die sich insgesamt in 9 Kapitel aufteilen lässt. Sozusagen 9 Songs zu einem einzigen zusammenkomponiert. Das Intro beginnt mit einem finnischem erzähler der eine kleine Einleitung verliest. Nach kurzem Akustik-Zwischenpart geht es in die erste Metal-Attacke und ein Angriff Barbarischer Horden wird musikalisch wirkungsvoll in Szene gesetzt. Immer wieder kommen neue Teile verschiedener Tempos zum Einsatz und nach knapp 30 min Hörerlebnis hat man das Gefühl gerade einen sehr Eindrucksvollen Film gesehn zu haben.

For Whom the Bell Tolls (Metallica cover)

Zugegeben, was hat man nicht alles schon an Metallica-Covern gehört und denkt sich schon hier: "Super, hat ja richtig Innovation *gähn* ". ABER! Falsch gedacht, gespielt wird zwar schon der originale Song, jedoch mit deutlichem Moonsorrow-Einfluss was dem ganzen völlig neue Dimensionen öffnet. Definitiv mal ein Probehören Wert!

Taistelu Pohjolasta

Wie auch der Nachfolgende Song "Hvergelmir" ist dies ein Remake eines bereits veröffentlichen Songs aus den Anfangstagen der Band. Ein starker Black Metal Einfluss ist hier unverkennbar da Blastbeats vorherrschender Stilistikbaustein sind. Nichtsdestotrotz runden Melodikpassagen das ganze zum gewohnten Pagan-Machtwerk ab.

Hvergelmir

Vorherrschend schneller Beat, treibende Riffs, einfach großartig. Der allgemeinen Untermalung dürfen natürlich Keyboards nicht fehlen die hier das letzte Quäntchen Ambience hinzufügen und die EP absolut einzigartig machen.

Back to North (Merciless Cover)

Abschliessend wird noch eine Coverversion der alten Schweden-Thrasher Merciless angefügt, die wunderbar akustisch beginnt, und schon recht schnell mit einer entsprechenden Gitarrenwand alles niederknüppelt was sich ihr in den Weg stellt. So wunerbar abwechslungsreich wie der Song schon im original ist, fügen Moonsorrow auch hier wieder ihre ganz eigenen Touch hinzu und machen deutlich das sie eine der ganz großen auf dem Pagan Sektor sind.

Fazit: Meiner Meinung nach die beste EP die je erschienen ist. Zum einen aufgrund des Inhaltes der EP-Untypisch schon in Albumlänge aufwartet und zum anderen wegen des grandiosem Songwritings das beim geneigten Heathen-Metal Fan keine Wünsche offen lässt. Bei mir Zumindest nicht.

10/10

Punkte: 10 / 10


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