A Sun That Never Sets (2001) - ein Review von Janeck

Neurosis: Sun That Never Sets, A - Cover
1
Review
15
Ratings
9.43
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Hardcore Sludge


Janeck Avatar
20.12.2015 12:34

Neurosis sind in meinen Augen die wichtigste und bedeutendste "neumoderne" Metal-Gewalt. Seit dem Klassiker "Souls at Zero" von 1992, veröffentlichte die Band ein Meisterwerk nach dem anderen. Nachdem der vorläufige Höhepunkt mit dem Monster "Through Silver in Blood" 1996 erreicht wurde, entwickelte sich die Band immer weiter und schlug immer öfter ruhigere (aber nicht minder gewaltige) Töne an, die mit dem meiner Meinung nach absoluten Meisterwerk der Bandgeschichte - und auch eines der Top 10 Alben der 00er Jahre, "A Sun That Never Sets" über die Perfektion hinaus eine musikalische Kernspaltung gebar. Das von Steve Albini gottgleich in Szene gesetzte Album ist eine knapp 70-minütige Katharsis für alle hackfleischhassenden Zerhacker. Nie klang eine Gitarrenwand mächtiger, nie gab es maskulineren Gesang zu hören und nie wieder wurde ich so brutal in den Abgrund gezogen. Die Gitarren von Scott Kelly und Steve Von Till auf diesem Werk sind in meinen Ohren das Nonplusultra, was an Macht und Zerstörung in diesem Genre bisher erzeugt wurde. Eine Anhäufung von Männerriffs und schmerzenden Harmonien, die den Weltniedergang herbeirufen. Alleine das eröffnende Trio 'Erode', 'The Tide' und 'From The Hill', welches 20 Minuten lang ein Gefühlsuniversum aufbaut, aus dem man nicht mehr ausbrechen kann, vergiftet jegliche Hörgewohnheit. "A Sun That Never Sets" besitzt nur solche Momente, es ist ein Eigenleben, ein Großereignis für das Nervensystem - schlicht der gewaltigste und intensivste Output mit lauten Gitarren und Energie nach der Jahrtausendwende.

Punkte: 9 / 10


Neurosis: A sun that never sets

Audio CD

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Tracklist:

  1. Erode
  2. The tide
  3. From the hill
  4. A sun that never sets
  5. Falling unknown
  6. From where its roots run
  7. Crawl back in
  8. Watchfire
  9. Resound
  10. Stones from the sky
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