Exorial (1994) - ein Review von gravedancer

Eminenz: Exorial - Cover
1
Review
7
Ratings
7.36
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Death Metal, Black Metal


gravedancer Avatar
05.09.2011 16:58

Exorial ist das erste offizielle Album der Sachsen um den rießigen aber sehr sympathischen Frontmann Leviathan. Lebenszeichen hatte man vorher schon einige in Form von Demos von sich gegeben. Des Weiteren hatte man zu Beginn der 90er das Glück für MAYHEM und CARCASS zu eröffnen. Leider hat es den Black Metallern nicht sehr viel Publicity gebracht. Denn obwohl man bis heute 6 Longplayer und einer tollen Best of Mit Neuaufnahmen veröffentlicht hat, tummelt sich die Band immernoch im tiefsten Untergrund.

Wie schon eingans erwähnt, hier soll kurz der erste Streich erläutert werden. Das Coverartwork fällt immer als erstes auf und machte mich auch sehr neugierig. Eine Dämonenfratze grinst einen hämisch an, als würde man etwas verpassen, wenn man sich das Teil nicht zulegt. Später konnte man dieses Gesicht sogar auf einem Digipack bewundern, der auf 1000 Stück limitiert war (ich bin stolzer Besitzer der Nummer 536).
Eröffnet wird das Werk mit einem Keyboard Instrumental, welches, weil sehr melodisch und eingängig, sich sehen lassen kann. Die Stimmung auf den eigentlichen Opener steigt mit jeder Sekunde mehr und man wird auch bei diesem nicht enttäuscht. Man hört recht unspektakulären einfach und im Midtempo gehaltenen Death Metal mit kleinen Ausflügen in thrashige (weil schnellere) Gefilde aber auch diversen zähen, doomigen Momenten. Jesus Wept Nevermore ist einer der stärksten und wahrscheinlich auch bekanntesten Songs der Band. Auch Only Flesh, Dark Millenium oder der exorbitant lange Epos Exorial stechen besonders heraus und sollen als Anspieltips genannt werden. Das Keyboard wurde noch sehr dosiert eingesetzt und wurde nur wenig später zu einem ganz markanten Markenzeichen der Band.

Während man auf späteren Veröffentlichungen doch öfters den ein oder anderen schnellen Prügelsong hatte, muss man sich hier noch mit viel mehr Midtemposachen und zähflüssigen Songs beschäftigen. Dies ist aber nicht zwingend schlecht. Die Band verkauft ihr Songmaterial sehr gut. Die Produktion hört sich jedes mal besser an, als sie mir in Erinnerung blieb.

Alles in Allem liegt hier also ein ordentliches aber keinesfalls herausragendes Debut einer sympatischen Band vor, dass seine Fans bestimmt gefunden haben wird.

Da ich die Band schon ein paar mal sehen durfte und sie aus meiner Heimat stammt und ich somit gewissermaßen persönlichen Bezug zur Band habe, lass ich es mir nicht nehmen ein paar Sympathiepunkte zu vergeben.

8 Punkte für einen netten Black Metal Klassiker, den Oldschool- und Untergrund Black/Death Metal Fans ruhig mal antesten sollten. Dies gilt im übrigen auch für die anderen Werke.

Leviathan betonte im Übrigen immer, dass man Death Metal spiele. Die Athmosphäre, die die Band selbst produziert, seien es die dominaten Keyboards, der Gesang und nicht zuletzt die Texte lassen eher auf eine Black Metal Band schließen.

Punkte: 8 / 10


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