The Skin Before The Art (2006) - ein Review von Rasi

Jupiter Crash: Skin Before The Art, The - Cover
1
Review
2
Ratings
10.00
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Rock Hardrock


Rasi Avatar
23.08.2016 22:50

Jupiter Crash war eine Band aus Seattle, welche leider nur ein Album (und eine handvoll Singles) veröffentlicht haben.
Kennengelernt habe ich die Band durch das Label Sinister Records, welches viel zu kurz existierte, dabei aber eine
ganze Reihe an hochwertigen Releases hervorbrachte. Jupter Crash ist ganz klar eines der besten aus diesen Reihen.
Die Band selbst bezeichnete sich als Post-Punk Band und unterstreicht dieses mit ihrem Bandnamen, welcher vermutlich
auf den gleichnamigen Cure Song aus dem Jahre 1996 zurückzuführen ist. The Cure spielten zu diesem Zeitpunkt schon
gut 15 Jahre keinen Post-Punk mehr, aber auch Jupiter Crash sind genaugenommen viel mehr im Hard Rock verwurzelt,
allerdings jener Art, die auch The Cult anno 1984 noch spielten. Womit sich der Kreis schließt, denn auch jene wurden
damals immer wieder dem Post-Punk zugeschrieben.
Genrebezeichnungen hin oder her, was Jupiter Crash's Album am Ende definiert sind 11 hervorragende Songs, geprät
von einer grandiosen Produktion, hervorragenden Melodien und fantastische Gitarrenarbeit.
Dies wird eigentlich schon in den ersten Sekunden klar - "Dark Surprise" fackelt nicht lange und beginnt direkt mit einem
treibenden Groove, welche im Refrain diesen typischen Cult-Flair aufweist. Diese kleinen Gitarrenleads waren schon immer
Markenzeichen und Jupter Crash beherrschen dies sehr gekonnt.
"Chaos Mind" geht gemäßiger zu Werke. Hier zeigen Jupiter Crash, dass auch Goth Elemente in ihnen stecken, nur um im
Refrain wieder einen dieser Hooks aus dem Ärmel zu schütteln. Sofortiger Hit. Und auch der folgende Song schlägt in eine
ähnliche Kerbe. Spätestens jetzt ist klar: Diese Jungs konnten Hits schreiben.
Und so geht es auch beim Rest des Albums. Rockend nach vorne, immer ein wenig düster, mit tollen Melodien und grandiosen
Gitarrenparts. Die Band als reinen Cult Clone abzutun, wird Ihnen aber nicht gerecht. Dafür ist die Qualität der Songs einfach
auf einem zu hohen Niveau.
Mit "Sinners and Losers" gibt es schließlich noch einen Song, der sich auch auf Sub Pop nicht schlecht gemacht
hätte und somit zollen Jupiter Crash ihrer Heimatstadt Tribut, ohne vom eigentlichen Sound des Albums zu sehr abzuweichen.
Abschließend bleibt zu sagen, dass dieses Album nun 9 Jahre auf dem Buckel und seitdem nichts von seiner Faszination
eingebüßt hat. Wer auch nur ansatzweise etwas mit den genannten Genres anfangen kann oder insgesamt ein Faible für
treibende, melodische, teils im Gothrock verankerte Musik hat, der sollte hier zuschlagen.

Punkte: 10 / 10


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