The Inner Circle (2007) - ein Review von gelal

Dante: Inner Circle, The - Cover
1
Review
3
Ratings
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Progressive Metal


gelal Avatar
20.01.2013 21:06

Wie erschaffe ich eine Band? Ganz einfach! Ich gehe mit einem Kumpel auf ein Konzert und beschließe danach selbst eine Band zu gründen, welche dann genau diese Art von Musik spielt wie ich sie gerade gehört habe. Geht Nicht! Geht sehr wohl. So geschehen 2005 in Bayern. Nach einem gemeinsam besuchtem Dream Theater Konzert beschlossen Gitarrist und Produzent Markus Berger und der klassisch ausgebildete Pianist Markus Maichel eine eigene Prog-Band zu gründen. Mit Alexander Göhs(Gesang) und Christian Eichlinger(Schlagzeug) stand dann 2007 das Line Up(mittlerweile ist auch noch Bassmann Dennis Neumeier dazu gestoßen). Umso erstaunlicher dass wir es anno 2008 bereits mit einem ziemlich reifen Album zu tun bekommen, was auch noch in Eigenregie entstand.
Das die Jungs eine große Neigung zu Dream Theater und Co. besitzen hört man nicht nur ihrer Musik an sonder zeichnet sich auch durch die Länge der Tracks auf „The Inner Circle“ aus. So gibt es hier zwar auch zwei „normal lange“ Songs mit 3 ½ „For I Am“ und 4 ½ min „The Giving“, aber eben auch Stücke in Überlänge mit z.B. 18 ½ min „The Taking“.
Hier bekommt man über eine Stunde ProgMetal zum genießen. Alles was sich ein Prog Herz wünscht wir aufgefahren, vertrackte Passagen, frickelnde Gitarren, Keyboardsounds und klassische Parts. Alles ist ziemlich gut verpackt und nichts von alledem wird auf die Dauer übertrieben und nervig, wann immer diese Gefahr im Raum steht kommt ein Break oder Rhythmuswechsel.
Zu hören gibt es aber keine Kopie von Dream Theater oder anderen etablierten Szenegrößen, nein, „The Inner Circle“ klingt doch ziemlich Eigenständig. Außerdem hat man mit Alexander eine super Stimme am Mikrophon. Sein Gesang ist irgendwo zwischen hohen und mittleren Oktaven angesiedelt und wirkt dadurch doch eher weich. Dies kommt der Musik sehr zu gute, denn dieses, ich nenne es mal, „Eunuchen“ – Gequieke fehlt hier völlig. Was ich als sehr positiv empfinde. Ein weiterer Pluspunkt ist das Cover Artwork, welches sehr gelungen ist und schon den Progressiv Charakter der Musik erahnen lässt. Auch ein fettes Booklet ist dabei und gibt dir alle Lyrics und Infos die du brauchst.

Fazit: Mit „The Inner Circle“ haben Dante ein super Debüt abgeliefert, welches um so höher einzustufen ist, da es in Eigenregie entstanden ist (das soll jetzt nicht die Leistung von Markus, der hier auch als Produzent verantwortlich zeichnet, schmälern). Sie haben den Prog Metal nicht neu erfunden und sicher auch „noch“ keinen Klassiker abgeliefert. Allerdings ist ihnen hier ein Grundsolides Werk gelungen was Prog Fans und Leute mit offenen Ohren, welche in ihrem Musikgeschmack nicht stur in eine Richtung gehen, einen Kauf wert sein sollte. Songs wie „Faded“, „Ghost From The Past“ oder „The Taking“ zeigen das Potential der Band und lassen Großes erahnen.

Punkte: 8 / 10


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