Jesters Moon (2002) - ein Review von DarthWerder

Jesters Moon: Jesters Moon - Cover
1
Review
2
Ratings
8.50
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Epic Metal


03.10.2015 11:55

1997 als Bangin' Moon gegründet, widmet sich die 2001 in JESTERS MOON umbenannte Band aus Portland, Oregon auf ihrem bisher einzigen, 2001 beim mutmaßlich bandeigenen Label MIB erschienenen Album gleichen Namens (unter dem alten Banner hatte es schon 1998 das in Eigenregie veröffentlichte „Blinded“ gegeben) episch angehauchtem Heavy Metal, für den insbesondere Manilla Road Pate gestanden zu haben scheint; auch bietet sich ein Vergleich mit den (allerdings erst seit 2008 aktiven) kauzigen Briten von Arkham Witch an.
Da passt es gut, dass Sänger Bryce van Patten (zwischenzeitlich Schlagzeuger bei Wild Dogs) am ehesten mit Mark Shelton zu vergleichen ist, bisweilen aber auch frappierend an Arkham Witchs Simon Iff? erinnert.

Nach dem klischeetriefend-epischen Intro „The Battle“ überraschen JESTERS MOON den Hörer im eigentlichen Opener „Devil's Eyes“ jedoch zuerst mit doomigem Material unter dem Einfluss Black Sabbaths, wozu van Pattens Stimme beiträgt, die hier nicht nur nach Simon Iff? und dem Shark, sondern auch nach Ozzy Osbourne klingt.
Die eigentliche Marschroute gibt statt dessen der zweite Song „No Clue“ vor. Wüsste man nicht, dass sich die Briten erst einige Jahre nach Erscheinen von Jesters Moon gegründet haben, könnte man fast meinen, das flotte Stück sei eine verlorengegangene Arkham Witch-Nummer, so auffällig sind die Parallelen. Angemessen schräg ist dementsprechend auch der Stilwechsel nach knapp drei Minuten, mit dem das Stück kurzzeitig in merwürdige, tendenziell an „Feeling Free Again“ erinnernde Sphären aufbricht.
Die folgenden Titel orientieren sich, mal flotter, mal eher dem Mid-Tempo verhaftet, im Großen und Ganzen an Manilla Road, wobei JESTERS MOON deutlich weniger episch, mystisch und atmosphärisch zu Werke gehen, deutlich grobschlächtiger sind.
Eine echte Überraschung erlebt man derweil zu Beginn des siebten Stücks „You're On Your Own“, schließlich scheinen die Gitarrenmelodien zu Beginn des Liedes stark von der Gothic/Doom-Band Lake of Tears aus Schweden beeinflusst zu sein (und auch der Gesang orientiert sich kurzzeitig etwas an den Skandinaviern), ehe die Manilla Road-Einflüsse im weiteren Verlauf wieder überhand nehmen.
Es folgen das balladesk und dezent episch beginnende, im weiteren Verlauf an Tempo und Härte zunehmende „Destination Known“ und der eher unaffällige „Man in a Glass“, ehe zum Abschluss im sehr abwechslungsreichen und augenzwinkernden „Backstreets“, dem letzten der zehn Stücke, Elemente alles Vorangegangenen auf Keyboards treffen, die mich merkwürdigerweise am ehesten an Nightwish erinnern.

Kurzum, bei Jesters Moon handelt es sich um ein gutes, vielleicht nicht immer zu einhundert Prozent sattelfest eingespieltes Werk kraftstrotzenden und dezent epischen Heavy Metals, das insbesondere Fans von Bands wie Manilla Road und Omen zusagen sollte. Für all jene, die Arkham Witch zu ihren Lieblingsbands zählen, ist Jesters Moon derweil vielleicht sogar ein Pflichtkauf. Anspieltipps zum Kennenlernen sind dabei vor allem „No Clue“ und „You're On Your Own“.

Punkte: 8 / 10


Jesters Moon: Jesters Moon

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