Leviathan Riddles, Questions, Poetry & Outrage (1996) - ein Review von Acurus_

Leviathan: Riddles, Questions, Poetry & Outrage - Cover
1
Review
6
Ratings
8.08
∅-Bew.
Typ: Album
Genre(s): Metal Power Metal, Progressive Metal


29.09.2009 19:24

(Hinweis: Dieses Review schrieb ich 1996)

Dem Eingeweihten sind LEVIATHAN durchaus nicht unbekannt. Die fünf Progressive Power Metaller kommen aus dem schönen US-Bundesstaat Colorado und beehren uns mit ihrem mittlerweile dritten Werk. Schon 1991 ließen LEVIATHAN auf eigene Kosten Jim Morris himself nach Denver einfliegen und von diesem ihre erste EP - innerhalb einer Woche (!) - produzieren. 1993 schien dann der große Wurf gelungen zu sein. Das Luxemburger Label RTN holte LEVIATHAN in den Stall. Promt folgte die erste reguläre Veröffentlichung namens ‘Deepest Secrets Beneath’. Nun liegt ihre dritte Scheibe ‘Riddles, Questions, Poetry & Outrage’ vor. Zwar wurde diese noch von RTN finanziert. Da das Label aber die Veröffentlichung verzögerte, haben LEVIATHAN ‘Riddles, Questions, Poetry & Outrage’ kurzerhand in Eigenregie dem Markt zugänglich gemacht. Und das ist gut so, präsentiert sich die Band um Goldkehlchen Jeff Ward doch hier von ihrer reifsten Seite. LEVIATHANs Musik ist im Jahre 1996 insgesamt ruhiger, vielseitiger und zugänglicher geworden. Komplexe Harmoniebögen vermögen den Hörer in den Bann zu ziehen, ohne - wie in der Vergangenheit - zuviel Wert auf sperrige sowie teilweise nervige Breaks zu legen. Verfeinert wird das ganze durch dezente Keyboard-, Streicher- und Akustikpassagen, was der Atmosphäre dieser CD erst den richtigen Glanz verleiht und die Innovationsfreudigkeit dieser Band unterstreicht. Gesunde Härte und progressive Elemente, wie sie für LEVIATHAN typisch sind, kommen ebenfalls nicht zu kurz. Als Gastsänger konnte sogar JAG PANZER-Rückkehrer Harry ‘The Tyrant’ Conklin gewonnen werden. Wer auf die aktuelle LETHAL-CD ‘Poison Seed’, auf MYSTIC FORCE oder generell die älteren LEVIATHAN-Veröffentlichungen steht, muß hier zugreifen.

Punkte: 9 / 10