Run To The Light (1987) - ein Review von Lord

Trouble: Run To The Light - Cover
1
Review
11
Ratings
8.91
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Doom Metal, Stoner Rock/Metal


Lord Avatar
28.11.2011 14:38

Album Nr. 3 der Jungs um Eric Wagner aus Chicago! Nach den zwei superstarken Vorgängern keine leichte Hürde, die Trouble zu überspringen hatten... Können sie es anno 1987 noch? Aber natürlich.
Und wie... "Run to the light" ist für mich nach "Psalm 9" die beste Platte von Trouble, wobei man sagen muss, dass die ersten 4 Scheiben der Band alle sehr nahe beisammen sind!

"The answer is love.."!! Das ist für mich der Leitspruch der Platte; jene Zeile aus dem Übersong "The misery shows". Dieses Liebesbekenntins lässt diese Platte - ganz dem Titel anpassend - in einem wunderschönen Licht erscheinen, so dass man sich den Songs hingibt und sich darin fallen lässt - man sinkt jedoch nicht in höllische Tiefen - nein; man schwebt mit diesen wunderbaren Songs unbeschwert gen Himmel!

Der Opener ist genanntes "The misery showas" - für mich einer der Top-3-Trouble-Songs! Mit dem "Mr.Crowley"-mässigen Intro, kreiert der Song sofort eine magische Atmosphäre und nimmt einem mit in diese wunderbare Welt des Lichts! Killer!
Auch in dem doomigen "On borrowed time", das allerdings nicht nur schleichend langsam ist, jedoch melancholisch traurig und verzweifelt, spielen Trouble erneut alle Trümpfe aus! Hammersong!
Das epische "Run to the light" überzeugt uneingeschränkt - auch dieser Song ist einfach nur wunderschön.. Ich kann mir nicht helfen, dieses Album ist einfach nur wie ein endloser Sommer!!
Auf der B-Seite geht's genauso stark weiter; "Born in a prison" ist ein wunderbarer Doom-Metal-Track - wunderschöne Soloeinlagen.
Dann das melodiöse, ebenfalls exzellente "Tuesday's child" - sensationell!
Und als Rauswerfer gibt es nochmal einen Hammertrack zu hören; das brutale, intensive "The beginning"! Ein krönender Abschluss für eine fast perfekte Platte!

"Run to the light" wurde 1987 bei Metal Blade Records veröffentlicht und überzeugt mehr durch das erwähnt starke, durchdachte, magisch schöne Songwriting als durch eine gute Produktion! Es klingt bei Trouble zwar immer so als wäre in einer Besenkammer eingezockt worden, das ist für die Doom-Stücke auch super passend - da Trouble jedoch immer mehr andere Stile in ihre Musik aufnehmen, wirkt diese Art von Produktion in manchen Parts ein wenig zu breiig - doch egal, Metal Blade ist kein Major!

Diese Scheibe gehörte in den ganz frühen 90ern und sogar schon ende der 80ern zu meinen Liebsten.

Punkte: 10 / 10


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