Symphonies Of Steel (1984) - ein Review von Acurus_

Exxplorer: Symphonies Of Steel - Cover
1
Review
17
Ratings
9.24
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Hardrock, Heavy Metal, Power Metal, Progressive Metal, Epic Metal


Acurus_ Avatar
12.06.2011 21:59

LIEGE LORD, HEXX, HEATHENS RAGE, VICIOUS RUMORS, ATTACKER, DAMIEN THORNE und viele mehr definieren in den frühen 1980er Jahren die Speerspitze der New Wave Of American Heavy Metal. Aber niemand walzt, faltet, härtet und verziert US-Stahl so wie EXXPLORER aus Keansburg (New Jersey, USA). 1982 gegründet, lassen die fünf Musiker unter dem fiktiven Label „Hot Hard Heavy Records“ zwei Jahre später den bis heute unerreichten Metal-Paukenschlag „Symphonies Of Steel“ als Eigenproduktion in Vinyl pressen. Da zu jenem Zeitpunkt eine gleichlautende Truppe in England die NWOBHM erforscht, greifen EX(X)PLORER zum zweiten „X“ im Bandnamen. 1985 stehen sie vor dem Durchbruch: „SOS“ erscheint über „Black Dragon Records“ sowie „Metal Blade“. Sogar eine weitere Demo mit drei Songs wird nachgeschoben. Doch irgendwie bekommen EXXPLORER nicht die Kurve, obwohl ihr Stil zu diesem Zeitpunkt regelrecht explodiert.
„SOS“ trägt diesen Titel zu Recht. EXXPLORER schreiben nicht einfach Songs, sie komponieren metallische Partituren in H(eavy)-Moll. Der trockene Sound stimmt ebenso. Stampfend und treibend kommt nach kurzem Vorspiel das erste Stück „Explorer“ daher. Lennie Rizzo hat enorm Schmiss auf den Stimmbändern: hoch, aggressiv und bissig, aber nie gekniffen gibt er die Marschroute vor. Dem folgen Kevin Kennedy und Eddie LaVolpe an den Gitarren, Jimmy Gardner am Bass sowie Mike Moyer hinterm Schlagzeug. Als schwebendes, überaus erhabenes Klavier-Intro leitet „Prelusion“ „Run For Tomorrow“ ein. Hier schleppt man sich wieder über eineinhalb Minuten durch ein weiteres, weltbewegendes, den Metal insgesamt verkörperndes Intro, bis endlich das Hauptmotiv ins Licht tritt. Dramatik pur. So jagen EXXPLORER von Highlight zu Highlight. „City Streets“, „World War III“ und „Going To Hell“ ebnen schließlich den Weg zu dem in zwei Akten dargebotenen „Objection Overruled“. Monumental startet Akt eins „Guilty As Charged“ und überläßt dem Folgeakt „Phantasmagoria“ das Finale dieser Metal-Überhöhung. Die Rausschmeißer „Metal Detectors“ und „X-Termination“ teilen das Schicksal, da nicht mehr ganz mithalten zu können.
Empfehlenswert, weil sehr gut remastert, ist der in zwei Aufmachungen vorliegende „SOS“-Rerelease von „Underground Symphony“ (2002). Wer das 1985er Demo sucht, muss notgedrungen zum seltenen „SOS“-Bootleg von „Reborn Classics“ (1992) greifen. Das Album „A Recipe For Power“ (Massacre Records, 1994) kann man sich zulegen, nicht jedoch „Coldblackugly“ (Massacre Records, 1996).

Geschrieben für www.board.sacredmetal.de

Punkte: 10 / 10


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