Gestrandet In Nastrand / Der Tag Vergeht (2005) - ein Review von Amixor33

Wolfswinter: Gestrandet In Nastrand / Der Tag Vergeht - Cover
1
Review
2
Ratings
6.25
∅-Bewertung
Typ: Boxset/Bundle
Genre(s): Metal Black Metal, Pagan/Viking Metal


Amixor33 Avatar
31.12.2015 01:43

Der vorliegende Output der deutschen Pagankapelle um Wolfswinter dürfte für den geneigten Fan nichts neues bieten, handelt es sich doch um eine bloße Zusammenstellung der „Der Tag vergeht“ Demo aus dem Jahre 1997 und des Mini Albums „Gestrandet in Nastrad“ Anno 2000 mit einer sehr überschaubaren EP Spiellänge um zusammen hier auf gut eine Stunde zu kommen. Da dazwischen mit „Nordal“ lediglich ein einziges, weiteres Album die Discographie schmückt, macht diese Zusammenstellung nur insofern Sinn, dass die Demo auf 250 Stück limitiert war und vermutlich längst vergriffen ist. Nur wollte man sich scheinbar nicht lumpen lassen und die Demo alleine nicht wiederöffentlichen, anders kann man sich die Existenz bzw. Notwendigkeit dieser CD nicht sinnig erklären.

Egal, ran an das gute Stück, welches warum auch immer nicht chronologisch eröffnet, sondern erst das „Gestrandet in Nastrad“ Album an den Start schickt.

„Geborgenheit“ heißt das kurze Intermezzo, welches flott aufspielt ohne dabei aber wirklich zu überraschen. Mit einem vagen Blick auf Cover und Beschreibung erwartet man genau so eine Art der Musik. Auch wenn zwischendrin mal Tempo rausgenommen wird, kurzzeitig vorwärts geprescht wird, der Sound hört sich insgesamt sehr dünn und schwach an und setzt allein dadurch schon keine wirklichen Höhepunkte. Melodiebögen sind durchaus vorhanden, setzen sich aber nicht wirklich fest. Ich hätte mir gerne etwas mehr Wumms hinter dem Schlagzeug gewünscht, auch die Vocals, räudigen Keller-BM nicht unähnlich hätten besser akzentuiert, oder im Einklang mit dem Schlagzeug, noch deutlich Potential nach oben. 5 Punkte

Da der erste Titel für mich schon nicht hielt was er versprach, gehe ich an den neutralen „Gestrandet In Nastrand“ Track neutral heran. Keine Ahnung was mich erwartet. Instrumental überrascht anfangs nichts, aber der eine kurze hohe Schrei kommt unerwartet, aber passend. Ansonsten rattert der Song flott gespielt nach vorne, minimalste Taktwechsel werden viel zu wenig betont um explizit wahrgenommen zu werden. Hie und da ist der Gesang besser platziert, aber viel tut sich noch nicht. 5 Punkte

„Oednis“ ist leider ein ungemein treffender Name, weil jetzt schon klar wird, dass wir es hier leider nur mit einer mittelprächtigen Black Metal Truppe zu tun haben, mit hie und wieder durchblitzendem Paganeinschlag. Dieser unruhig hüpfende Vibe vermittelt auf jeden Fall mir unterbewusst dieses Gefühl. Problematisch ist halt, diese Art der Musik ist weder sonderlich neu, noch einzigartig, noch sonderlich großartig und leider auch nicht nachhaltig. Ich weiß jetzt schon nicht mehr wie das erste Lied klang, genauso wenig werde ich zwei Lieder später mich noch an dieses hier erinnern und das ist mir dann doch ein wenig zu wenig. 4,5 Punkte

Wir sind also in der „Schattenwelt“ und auf der Suche nach ein paar hoffnungsvollen Lichtstrahlen. Während ich also den kauzig-knarzigen Vocals vehementer Gehör schenke, ich habe das Gefühl sie inzwischen besser heraus zu hören und ordne sie im guten Durchschnitt ein, fällt mir ebenso auf: Die Gitarrenmelodien sind teilweise zu kurz angerissen, zu hastig gespielt um sich voll zu entfalten. Das ganze prescht flott nach vorne, keine Frage – aber immer wenn sich neue Melodien, unter anderem auch durch eine minimale Verlangsamung etc. anbahnen, wird man das Gefühl nicht los, dass sie sofort vom Hauptmotiv gejagt und überholt werden. Angedeutete Soli wirken so auch nur angedeutet, weil sie sofort niedergemäht werden. Ich hätte dem ganzen mehr Raum gegeben und seien es nur ein paar Sekunden, aber die Zeit hätten sie gebraucht um prägnanter zu werden was dem ganzen Lied besser stehen würde. Die Übergänge wirken auf mich ein klein wenig überhastet. So geschrieben wirkt es vielleicht überdramatisch, weil es nur Kleinigkeiten sind, aber diese Scheibe muss wahnsinnig kämpfen, weil bislang ist das mau! 4,5 Punkte

Das „Album“ endet schon, darum folgt jetzt auch schon der „Ausklang“. Wenige Sekunden wirkt es langsamer, aber beschließt dann doch nicht Gefahr zu laufen in zu viel Epik und Melodramatik zu verfallen – lieber gewohnt und bewährt knüppeln, was schade ist. Theoretisch zu Gute halten könnte man, dass die Solos hier zwar Raum und Zeit haben, trotzdem besitzen sie keine sonderlich hervorstechende Wirkung. Dass das Lied so Knall auf Fall endet ist, dafür, dass es eigentlich ursprünglich als Abschluss vorgesehen war erst recht enttäuschend. Dieses Zack und Ende, lässt unabhängig davon, was ich zuvor gehört habe, meine Lust auf einen erneuten Durchlauf höchst effektiv verschwinden. 3,5 Punkte

Damit wäre theoretisch das erste Album durch und mehr als ein müdes Schulterzucken löst es bei mir nicht aus, hätte ich es alleine für den Vollpreis eines gewöhnlichen Albums gekauft, wäre ich ob der musikalischen Qualität und der zusätzlich sehr kurzen Laufzeit doch etwas verärgert. Aber in diesem Fall haben wir das (zweifelhafte?) Glück jetzt ja noch die Demo zu hören. Wird sich der Sound also noch einen Schritt nach hinten entwickeln? Oder gewinnt es dadurch an Charme? War man damals noch wilder und weniger im stereotypischen Muster gefangen? Fragen die man sich nicht lange stellen kann, weil es wie gesagt, nahtlos weiter geht und zwar mit…

„War To The Holy Whore“ - ein Titel in englischer Sprache und damit was wirklich Neues, sofern man schon so großzügig ist dies positiv zu vermerken sofern man es nicht unter Kuriosität einordnet. Aber auch musikalisch geht es verglichen jetzt sehr, sehr gemächlich los. Im Endeffekt brummeln eigentlich nur die Gitarren vor sich hin, das Schlagzeug ist mäßig im Hintergrund aktiv, Gesang gibt es nicht, lange ist das Stück auch nicht, fungiert also als eine Art Intro. Das ist okay und ich schraub mal wieder hoch auf 5 Punkte… ABER man muss sich nun umso mehr fragen, warum zuerst das neuere Album und dann die ältere Demo kommen mussten, zumal das Album so etwas wie ein Intro mitnichten besitzt, es hätte sich nicht nur aus chronologischer Sicht angeboten. So steht das „Intro“ mittig auf der Scheibe, klar markiert es so auch mehr oder weniger eine Trennlinie oder einen NeuAltanfang, aber die Einteilung finde ich dennoch diffus.

Dass der englische Titel ein ebenso nicht sonderlich logisch durchdachter Ausreißer ist wird mit dem nächsten Titel „Wolfszeit“ klar – auch alle anderen weiteren Lieder haben wieder ausschließlich deutsche Namen, und wie auch immer, vermute ich mal „Krieg der Heiligen Hure“ hätte nicht so cool geklungen. Weil halt…
Die ersten Akkorde lassen noch den mutigen Gedanken an Lagerfeuerromantik zu, doch dann springt der Knüppel schon aus dem Sack und prügelt wieder wie gewohnt vor sich her. Dennoch ist das Ganze überraschenderweise viel diffiziler. Es gibt diese Parts in denen die musikalische Melange, federführend über die Saitenfraktion kurzfristig ausrollt um sofort wieder anzuziehen, während das Schlagzeug wie auf Schienen geradlinig und ungebremst weiterdonnert. Das sind ganz kleine, kurze und seltene Momente, deuten aber an wie leicht man das Ganze auch schon vorher, ironischerweise in der Bandgeschichte also direkt die Jahre danach, mehrschichtiger und spannender hätte gestalten können. Als dann auch noch Flüsterparts auftauchen zerreißt es meine schon extrem gedeckelte, monotone Erwartungshaltung beinahe. Warum zur Hölle hat man sich den musikalisch zurück entwickelt? 5,5 Punkte

Auf „Grab Der Legionen“ bin ich dann schon zum ersten Mal gespannt. Wird es jetzt schrittweise besser? Zahlt sich die Geduld am Ende (Anfang) also aus? Die leicht hallende Erzählerstimme mit der komischen Betonung der Worte um sich irgendwie in irgendeinen Rhythmus pressen zu lassen, schreckt mich dann doch gleich wieder ab. Aber das kam ebenfalls unerwartet! Zum Glück brettert die Band gleich dagegen, dass kenne ich im Großen und Ganzen so ja schon bereits, wirkt auf einmal aber im Vergleich unglaublich professionell. Um das eigene Gespiele weiterhin künstlich aufzuwerten, darf die Stimme zwischendrin immer mal wieder reden und ich ahne, warum sich das neuere Album doch nicht mehr so anhört, warum man die Demo doch lieber hinten angepackt hat. Die Musik finde ich schlagartig doch wesentlich besser, aber das ist doch keine sadistische Absicht? Oder? 4 Punkte

Latent verwirrt weiß ich jetzt nicht ob ich mich auf „Dem Kaiser Der Ewigen Nacht“ freue oder ob ich mich deswegen fürchten muss. Von den annehmbaren Anfangsmelodien lasse ich mich erfahrungsschwanger nicht mehr locken und in Sicherheit wähnen. Damit fahre ich auch recht gut, denn die bekannte musikalische Untermalung wird von einem heißeren, englischsprechenden Erzähler begleitet, diesmal ohne Hall, aber warum zur Hölle jetzt wieder auf Englisch? Vorhin hat der hallende Sprecher immerhin was auf Deutsch erzählt. Gut genau genommen habe ich keine Ahnung auf welcher Sprache das Lied gerade gesungen wird, mich dünkt es, es wäre Deutsch, aber wirklich verstehen tue ich nichts und mit nachlesen ist auch nix, aber dazu später mehr. Der Sprecher ist zwar nicht so schlimm wie vorhin, wenngleich dieser als Schauspieler sicherlich auch keinen Preis gewinnen würde, aber irgendwie wird das ganz und gar nichts. 3,5 Punkte

Wir neigen uns zäh dem Ende entgegen, „Verborgen“ ist die drittletzte Prüfung für den heutigen Tag. Wiederkehrendes, relativ neues Element, welches zuletzt direkt im Song davor auftauchte, sind gelegentlich geröchelte Growls, welche das viel zu monoton klingende Black Metal Geschrei latent auflockert. Aber wie man sieht muss ich schon sehr mit der Lupe suchen um noch irgendwie was Erwähnenswertes zu finden. Ich honoriere irrational großzügig den Versuch. 4 Punkte

"Wanderer Im Schattenland“ schimpft sich das vorletzte Lied, ich fasse mich kurz und will da endlich durch. Generischer Sound ohne Höhepunkte, noch mehr Growls als zuvor, komische Möchtegernchöre, sprich mal wieder einfach eine miesere Replik manowar’schem Gelabers nur halt mit anderer Musik und keiner reinen Märchenstunde. Als Schmankerl ein mindestens zweisprachiger Erzähler, einmal gekrächzt, das andere Mal betont böse, tief brummend, gekonnt leicht versetzt platziert. 3,5 Punkte

Irgendwie ist es immer ein wenig Realsatire, wenn sich mir die Liedtitel zur Beschreibung meiner Stimmung und des Albums derart unglücklich anbieten. „Der Quell Des Unterganges“ ist dabei ein wunderschönes Abschiedsgeschenk. Wir haben hier zwar keinen großen Aussetzer mehr, aber auch sonst nichts Zählbares auf der Habenseite. Ein besonderes schönes Ende gibt es auch nicht, ich will auch nicht mehr und das ist für mich nun wahrlich nicht ausreichend, noch ein Gefühl welches ich nach dem Genuss eines Albums haben möchte! 3 Punkte

Und dann kommt NOCH ein Lied verdammte Axt, woher und warum? Gelistet auf dem Backcover waren 13 Songs, es sind aber 14 Stück enthalten! Verschiedensten Quellen zu Folge, u.a. Metal-Archives und eigener, logischer Schlussfolgerung erklärt sich dieser peinliche Fehler schnell.

Auf der Demo waren ursprünglich 8 Lieder, auf dem Album 6 – wenn beides davon hier vertreten sein soll, dann müssen es ja in der Tat 14 Tracks sein. Was fehlt, ist das Lied „Eisnacht“ des „Gestrandet in Nastrand“ Albums, positioniert der Logik nach, hier als Song Nummer 5. Das wiederum heißt, dass nicht nur das Backcover samt Tracklist falsch abgedruckt ist, auch meine ganzen Zuordnungen sind und waren für den Arsch. Statt „Ausklang“ war es „Eisnacht“, in Folge war der nächste Song statt „War To The Holy Whore“ eben der „Ausklang“ und so weiter, folglich aber auch meine Kritik für die Tonne war, da das viel zitierte Intro eben ein Outro war. Nicht dass dies jetzt musikalisch viel ändern würde, aber das halbe Review fußt somit auf einer Verschiebung, was den halbgaren Eindruck der Zusammenstellung aber in meinen Augen nur noch um das Wort „lieblos“ oder wahlweise „schlampig“ erweitert.
Schenkt man den als zuverlässig geltenden Quellen Glauben, sind darüber hinaus auch entgegen den Angaben auf dem Backcover und quer jeder Logik auch noch Track 2 und 3 vertauscht. In dem konfusen Umfeld gebe ich auch schmerzlich meinen eigenen Fauxpass zu. Ich habe ein Lied ausgelassen und zwar „Tempel der uralten Ruinen“ platziert auf Position 7, oder eben 8 wenn man die „Eisnacht“ noch dazwischen schiebt, dementsprechend stimmt eigentlich gar nichts mehr, sry. Da mir dies erst im Nachgang auffiel und auch sonst kein bisschen im Ohr besonders hängen blieb, vergebe ich im Nachgang einfach die durchschnittliche Punktzahl von, Vorsicht Spoileralarm: 4,18 Punkten

Einmal noch schnell die Augen zusammenkneifen und jetzt das echte „Der Quell Des Unterganges“ anhören. Eigentlich könnte ich das gleiche nochmal schreiben, wenngleich der retardierte Moment erneut wie aus dem Nichts kam; aber da ich eh schon Überstunden schieb und schieben werde mach ich gleich kurzen Prozess. Wieder nur 3 Punkte !

Der investigative Leser mag jetzt einhaken, „Hey hätte man sich nicht darauf vorbereiten können? Warum wusstest du das nicht? Ich dachte du kennst die Musik, welche du hier vorstellst?“ Ja hätte man und ja ich kenne die Musik, denn in der Tat hab ich diesen Erguss an musikalischer Belanglosigkeit sogar fast schon 500x via last.fm gehört, aber hoffentlich wird in den obigen Absätzen klar, warum ich mich nicht näher damit beschäftigt habe, sondern das ganze mehr geduldet als gelebt habe. Damit öffne ich jetzt natürlich noch viel verheerenderen Fragen Tür und Tor, aber das juckt mich nicht sonderlich. Die Scheibe besitze ich nunmehr seit an die 5,5 Jahre durch Zufall via Ersteigerung, da kommt schon zwangsläufig etwas zusammen v.a. wenn man neuen Scheiben auch etwas Zeit einräumt.

Richtig kritische Stimmen werfen jetzt eher noch Begrifflichkeiten wie NSBM in den Raum, davon sollte diese Band – im Gegensatz zu einigen Mitgliedern inklusive ihrer Nebenprojekte (da zieht sich ein Rattenschwanz quer durch von Camulos über Kraftschlag, Magog – beim Label Christhunt Productions (Absurd, Totenburg) vielleicht nicht ganz überraschend) – aber nicht von betroffen sein. Sicherlich wird mit Runen kokettiert was oft ja schon reicht um für Hysterie zu sorgen. Ein verfassungsfeindliches Symbol ist auf der mir vorliegenden CD aber nicht vorhanden. Von den Texten, ich greife etwas vor, sind leider nur 3 Stück abgedruckt – abgesehen von der sehr dumpfen, platten Sprache – wahrlich kein Beispiel und Vorbild linguistischer Glanztaten, inhaltlich unbedenklich. Einen Vorwurf aus dieser Richtung sehe ich also mangels stichhaltiger Beweise als nicht gegeben, den Tonträger halte ich reines Gewissens für unbedenklich, bin aber wie immer bei jedem Thema offen für Diskussionen, Beweise etc. pp.. Wer wo sonst noch spielt oder was derjenige privat denkt tut oder was auch immer, ist mir aus musikalischer Sicht egal – bzw. wäre zu einseitig geurteilt, bzw. zu weitläufig für eine faire Umsetzung; streng genommen müsste ich ALLES über JEDE Person bis ins Detail wissen und mit meinen moralischen und ethnischen Einstellungen überprüfen, was für eine korrekte und konsequente Umsetzung schon allein ein wenig gegen das Grundgesetz und Privatsphäre verstoßen könnte.

Ich unterstelle meinen Lesern die Reife selbst zu wissen und entscheiden zu können, was sie hören, denken oder unterstützen wollen. Ich weiße gerne auf kritische Möglichkeiten hin, möchte aber weder vorschnell urteilen und abstempeln, noch per se reflexartig zensieren, da ich an die unvoreingenommene Mündigkeit erwachsener Menschen glaube. Ich halte eine umfassende Selbstinformation für allgemein wichtig und denke dass eine starke und freie Demokratie auch ihre Feinde aushalten können muss und dies auch wird.
Bevor ich vom hundertsten ins tausendste komme, an der Band und an der Scheibe scheint nichts dran zu sein, sehr wohl gibt es aber einen nahen Background auf den ich höflich, sachlich und neutral, prophylaktisch und offen und ehrlich - zur Kenntnisnahme hinweisen möchte. So sei es…

Cover:

Ein schlichtes schwarz-weiß Bild, im Hintergrund ein Wald, vordergründig dominierend ins Bild gehalten ein Schwert mit dem Fokus auf dem Schaft, die Namen der Demo und des Albums scheinbar „eingraviert“. An Schlichtheit kaum zu überbieten, kein Totalabsturz aber auch in keiner Weise kreativ oder schön, sondern stumpf zweckhaft ein Cover, dafür reicht es auch aus.

Das Booklet insgesamt ist sehr dünn du spottet seiner Ableitung vom englischen „book“ mit minimalstem Umfang, sprich schnödes 4 Blatt Exemplar, auf der Innenseite ein Ausschnitt einer schwarz-weiß Zeichnung einer Schlacht zwischen muskelbepackten Hünen und, sollen das Römer sein? Keine Ahnung, ist auch nicht wichtig. Ärgerlicher ist es dahin gehend eher, dass wie erwähnt von den 14 Liedern, davon 13 mit Gesang, nur 3 abgedruckt sind, im Gegenteil sind die sonstigen Beschreibungen derart auf ein Minimum heruntergefahren, einzig wann die Demo und Album entstand, inklusive etwaiger Limitierung ist vermerkt; dass ich dafür noch einen Punkt abziehe. Für die falsche Tracklist auf dem Backcover ziehe ich ebenso einen Punkt ab. Das ist lieblos, Punkt!


Fazit:

Eigentlich wurde ja alles schon gesagt, ob ihr indirekt oder direkt die Band inklusiver aller Eventualitäten unterstützen wollt oder nicht, muss jeder für sich selbst wissen – rein musikalisch kann ich dieses Album aber leider nur schwerlich empfehlen. Erschwerend zur durchschnittlichen und leider durch so viele, gleich-“wertige“ Bands ersetzbaren Musik, kommt die in meinen Augen blasse Produktion mit teilweise schwachem Sound, dazu unnötigen gestalterischen Schlampigkeiten hinzu, dazu eine kleine wohldosierte Portion Dilettantismus, ohne aber das Beste aus der Situation insofern daraus zu machen, um irgendwie übertrieben kultig und liebenswert dadurch zu gelingen. Denn Sinn hinter dieser Veröffentlichung erschloss sich mir leider nicht, denn ehrlich gesagt – zwingend braucht man das nicht!


Erschienen von und für: http://etalusicore.blogspot.de/2015/12/wolfswinter-gestrandet-in-nastrand-der.html

Punkte: 3.5 / 10


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