Noble Savage (1985) - ein Review von Philomena

Virgin Steele: Noble Savage - Cover
1
Review
35
Ratings
9.09
∅-Bewertung
Typ: Album
Genre(s): Metal Heavy Metal, Power Metal, Epic Metal


09.04.2015 15:03

"Noble Savage" ist ohne Zweifel das Meisterwerk von VIRGIN STEELE. Sicherlich gab es auch ein paar Jahre später eine sehr starke Phase ("The marriage of heaven and hell") und auch der Nachfolger "Age of consent" hat starke Momente, aber "Noble Savage" vereint drei der allerstärksten Songs von Meister DeFeis und seiner Combo.
Das wären der ultimative Headbanger und gigantische Opener "We rule the night" mit starkem Gesang, einem unvergesslichen Refrain und wuchtigen Gitarrenriffs vom unterschätzten Edward Pursino. Dann die beiden genialen Epen. Der Titelsong, ein Vorbild an Charisma, unglaublicher Atmosphäre, eine Heavy Rock-Oper in 7:30 Minuten. Und "Angel of light", die gefühlvolle Hymne zum Abschied des Albums, kaum schwächer als der Titelsong. Mit "Thy kingdom come" ein weiteres majestätisches Metalkleinod. Mit "The evil in her eyes" und "Don't close your eyes" zwei melodische, bodenständige Metaltitel.
Der Rest - bis auf das atmosphärische kurze Instrumentalstück "Image of a faun at twilight" zerstört jedoch die absolute Höchstwertung. Ist "Fight tooth and nail" noch ein etwas langweiliger, letztendlich aber akzeptabler Metalstampfer, so kann man das durchschnittliche "I'm on fire" und insbesondere das nicht nur gesanglich total verhunzte "Rock me" nur schnell weiterspulen (klarer Vorteil CD in diesem Fall).
Aber diese kleinen Kratzer können dem strahlenden Lack dieser Ausnahmeveröffentlichung letztendlich nicht viel anhaben. Auch mehr als 30 Jahre später hat "Noble Savage" nichts von seiner Faszination eingebüßt. VIRGIN STEELE leider aber in den letzten Jahren schon deutlich.

Punkte: 9.5 / 10


Login
×