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Blind Guardian

Nightfall In Middle-Earth (1998)

Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth

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Album: Nightfall In Middle-Earth
Typ: Album
Album-ID: 464
Veröffentlichungsjahr: 1998
Genre(s): Metal: Heavy Metal, Power Metal, Epic Metal
Zugeordnete Tonträger: 14
Rating: Durchschnittsnote: 8.99
Gewichteter Durchschnitt: 8.87
von 72 Abstimmungen
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Imaginations From The Other Side Night At The Opera, A
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Cover Typ Jahr Land EAN / Kat-Nr. Plattenfirma Besonderheiten  
CDs
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 1998 Taiwan EAN: 4719260980224
Kat.-Nr.:
Magnum Music Co. Ltd.
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 1998 USA EAN: 727701796123
Kat.-Nr.: 7961-2
Century Media
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 1998 Niederlande EAN: 724384589929
Kat.-Nr.: 7243 845899 2 9
Virgin Schallplatten GmbH
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 1998 Europäische Union EAN: 724384593926
Kat.-Nr.: 724 384593926
Virgin Records (Erstauflage)
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 1998 Niederlande EAN: 724384589929
Kat.-Nr.: 7243 845899 2 9
Virgin Records Ltd.
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - Promo-CD Promo-CD 1998 k.A. EAN:
Kat.-Nr.:
Virgin Records (Plastic PVC Sleeve)
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 1998 Japan EAN: 4988002365715
Kat.-Nr.: VICP-60295
Victor Entertainment, Inc.
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - Promo-CD Promo-CD 1999 USA EAN: 727701796123
Kat.-Nr.: CD 7961-2
Century Media Records (Cardsleeve)
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 2007 Tschechische Republik EAN: 094639652020
Kat.-Nr.: 0946 3 96520 2 0
Virgin Music (Re-Release 2007, Remastered)
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 2007 Japan EAN: 4988002531431
Kat.-Nr.: VICP-63888
Victor Entertainment, Inc., Japan (Re-Release 2007, Remastered)
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 2007 Niederlande EAN: 094639652020
Kat.-Nr.: 094639652020
Virgin Music (Re-Release 2007, Remastered)
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - CD CD 2009 Großbritannien EAN: 5051099793323
Kat.-Nr.: 9979332
Century Media (Re-Release 2009, Remastered)
Vinyl
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - PIC-LP PIC-LP 1998 Europäische Union EAN: 724384589912
Kat.-Nr.:
Virgin Records Ltd. (Limited Edition)
Sonstiges
Cover - Blind Guardian: Nightfall In Middle-Earth - Tape Tape 1998 Polen EAN: 724384593940
Kat.-Nr.: 724384593940
Virgin Schallplatten GmbH (Erstauflage)
Punktverteilung
0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 5 5.5 6 6.5 7 7.5 8 8.5 9 9.5 10
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Akhanarit

21.02.2012
16:44:48

Nach dem Meilenstein IMAGINATIONS FROM THE OTHER SIDE war von den Krefeldern um Frontmann Hansi Kürsch wahrlich Grosses zu erwarten, hat man den Sound von Blind Guardian doch schlichtweg in andere Sphären katapultiert. Das Ergebnis hört auf den Namen NIGHTFALL IN MIDDLE EARTH und auch dieses Album zeigt wieder alle Stärken der Truppe auf, die schon jetzt eine beeindruckende Reise vom Speed Metal der Anfangstage über Bombast- bis hin zu einer dezenten Progressive Metal - Note vollzogen hat. Und im Kern ist auch dieses Machwerk richtig klasse geworden.

Hier tummeln sich etliche Knaller auf nur einem Silberling. NIGHTFALL, MIRROR MIRROR, WHEN SORROW SANG und wie sie alle heissen sind durchweg auf Spitzenniveau und können absolut überzeugen (mal von dem recht langweiligen THE ELDER abgesehen). Und doch hat dieses Album einen gewaltigen Haken, der in Form von gefühlten 50 Zwischensequenzen, Intros, Outros und Spoken Word - Einlagen, die dem ganzen dann doch einen eher störenden Hörspiel Charakter verleihen. Dieser ganze Firlefanz nimmt der Scheibe das Kompakte, eben die geballte Blind Guardian Power, die ich noch auf den letzten Alben mit Begeisterung genossen habe. Weggelassen wäre ich hier trotz dem einen Miniausfall bei der Höchstnote, aber das ständige Gelaber zerrt dann doch an meinen Nerven. Das war schliesslich schon bei Manowar suboptimal. Abgesehen davon zeigt der Daumen aber doch nach oben. Zudem soll es ja auch noch Leute geben, die so etwas nicht stört.

Ich meine, hier wurde ein geiles Album zu einem Guten degradiert und das ist echt schade, bedenkt man einmal, wie das ganze hätte klingen können. Macht euch doch mal den Spass und hört euch das ganze Album am Stück an. Dann hört ihr es nochmal ohne all den Zwischenspiel - Ballast, dann wisst ihr, was ich meine!

Punkte: 8.5 / 10

Xeledon

02.11.2008
19:13:59

Man kann sich wohl keine epischere Grundlage für ein Konzeptalbum aussuchen als Tolkiens "Silmarillion". Und beträchtlich ist die Gefahr, sich in der Geschichte dieses Epos' zu verlieren und ganz gehörig baden zu gehen. Vermutlich sind BLIND GUARDIAN aber die einzigen, bei denen ein solch ambitioniertes Projekt nicht in einem desaströsen Schuss in den Ofen enden konnte, sondern in einem Meisterwerk für die Ewigkeit. In 23 Liedern und Zwischenspielen vertonen die Krefelder Metal-Barden Geschichten aus dem ersten Zeitalter Mittelerdes. Dass man dabei nicht die gesamte Bandbreite von Tolkiens in geradezu biblische Dimensionen vorstoßendem Werk abdecken konnte, ist einleuchtend. Umso beeindruckender, dass das Konzeptwerk trotzdem in musikalischer wie textlicher Hinsicht stets wie aus einem Guss wirkt.

"Mirror Mirror" ist schon seit Jahren als obligatorischer Rausschmeißer fester Bestandteil jeder BLIND GUARDIAN-Show und auch "Into The Storm", "Nightfall" oder "Time Stands Still (At The Iron Hill)" dürfte jeder Fan in- und auswändig kennen. Darüber geraten Stücke wie das vielschichtige "When Sorrow Sang", "The Curse Of Feanor", die Halbballade "Noldor (Dead Winter Reigns" oder das mächtige Abschlussstück "A Dark Passage" leider allzu schnell in Vergessenheit und hätten definitiv mehr Aufmerksamkeit seitens der Zuhörerschaft verdient.
Mit der traurigen Klavierballade "The Eldar" liefern BLIND GUARDIAN Nachschub für alle, die von dem gleichermaßen kurzen wie stimmungsvollen "Somewhere Far Beyond"-Meisterwerk "Black Chamber" nicht genug kriegen konnten. Praktisch ganz nebenbei liefert Frontwächter Hansi Kürsch dabei seine bis dato beste Gesangsleistung ab. Doch auch die kurzen Zwischenspiele wie "The Minstrel", "Battle Of Sudden Flame" oder "Out On The Water" und natürlich die Erzählstücke "War Of Wrath" (als Einleitung jeder Live-Show Pflicht), sowie "Final Chapter (Thus Ends...)" tragen zum Gelingen des Gesamtwerks einen wichtigen Teil bei. Hier passt einfach jeder musikalische Puzzle-Stein zu den anderen.

Die Qualität von "Nightfall..." überrascht angesichts der produktionstechnischen Vorzeichen, unter denen das Album entstand. Der Aufnahmeprozess zog sich schier endlos in die Länge und war geprägt von den zahlreichen unterschiedlichen Technikern und Lokalitäten, auf die zurückgegriffen wurde. Auch durch abstürzende Festplatten bedingte Datenverluste verzögerten den Aufnahmeprozess. Glücklicherweise wurde der Mix letztlich vertrauensvoll in die Hände von Flemming Rasmussen und Charlie Bauerfeind gelegt, die dabei gewohnt gute Arbeit leisteten und die gemeinsame musikalische Vision der vier Bandmitglieder hervorragend umsetzten.
Der Grund, warum sich "Nightfall In Middle-Earth" trotzdem dem unerreichten Vorgängeralbum "Imaginations From The Other Side" geschlagen geben muss, liegt in der rohen Energie, die bei der kristallklaren Hochglanzproduktion etwas verloren gegangen ist. Die komplexen und doch zu jedem Zeitpunkt durchschaubaren Strukturen sind einzigartig, dafür klingt die Band deutlich entspannter und weniger aggressiv als in der Vergangenheit. Die wachsende Routine des Quartetts hatte zwar keinerlei negativen Auswirkungen auf deren kreatives Potential, ließ jedoch streckenweise den unverbrauchten Biss der früheren Alben vermissen.

Wie auch bei den anderen remasterten Re-Releases wurden bei "Nightfall In Middle-Earth" Cover-Artwork und Booklet leicht überarbeitet und auf ein einheitliches Layout gebracht. Hinzu kommen ein englischsprachiger Kommentar von Sänger Hansi Kürsch zur Entstehung des Albums und ein Review-artiger Text (in deutscher Sprache plus englischer Übersetzung) von "Rock Hard"-Redakteur Michael Rensen, der den Stellenwert der Scheibe in der BLIND GUARDIAN-Diskografie näher beleuchtet. Leider fanden Hansi Kürschs atmosphärische Stimmungstexte, die bei der Erstveröffentlichung von "Nightfall..." einen Bezug zwischen den einzelnen Liedern und der Geschichte des "Silmarillions" herstellten, jedoch keinen Platz mehr im neugestalteten Booklet.
Wer "Nightfall In Middle-Earth" noch nicht besitzt, sollte hier dennoch zugreifen. Da allerdings nur die von der "And Then There Was Silence"-Single bereits hinlänglich bekannte Ballade "Harvest Of Sorrow" als Bonustrack dazugekommen ist, lohnt sich eine Zweitanschaffung für Besitzer der "alten" Version des Albums - trotz des durch das neue Mastering leicht aufgepeppten Sounds - nur bedingt. Schade, dass man nicht noch einige weitere der zahlreichen unvollendeten Lieder als Bonustrack ausgearbeitet hat, die Hansi Kürsch zufolge - und angesichts der gewaltigen Textvorlage wenig verwunderlich - während der Songwriting-Phase zu "Nightfall In Middle-Earth" entstanden und bislang noch in den Archiven der Band schlummern.

(http://www.metal.de/cdreviews.php4?was=review&id=8376)

Punkte: 9 / 10